Privatsphäre für jedermann: Ein deutsches Startup konkurriert mit WhatsApp

Ein Startup aus der Nordeifel (ja, genau – nicht aus Berlin) versucht mit einer Messaging-App den Platzhirsch WhatsApp vom Thron zu stoßen. An und für sich keine Meldung wert, doch halt!

Im Zuge der aktuellen Berichterstattung über NSA, PRISM und Snowden hat man der App ein Alleinstellungsmerkmal spendiert, das es so bei der Konkurrenz nicht gibt: Eine hochwertige Verschlüsselung macht es neugierigen Behörden Menschen unmöglich einen Blick in die Nachrichten zu werfen (angeblich können das sogar die Entwickler nicht).

whistle.im

Die Mechernicher machen keinen Hehl aus der Art und Weise ihrer Verschlüsselung und legen die Karten offen: Auf GitHub können Interessierte einen Blick in den Quellcode werfen und sich über den verwendeten Kryptographie-Algorithmus informieren.

Wen das überzeugt (hat), der darf sich auf whistle.im für die offene Beta (nur mit Nutzernamen und Passwort – keine E-Mail-Adresse) registrieren und die Androiden-App herunterladen. iOS-Nutzer müssen sich noch gedulden, können aber die App im Browser ihrer Wahl antesten…

Natürlich wird sich erst noch zeigen müssen, wie sich die App aus deutschen Landen mit am Markt Etablierten schlagen wird, denn es gilt WhatsApp-Nutzer und deren Kontakte zu einem Wechsel zu bewegen. Und das könnte schwierig werden: Wer der in der Vergangenheit immer wieder durch ihre (fatalen) Sicherheitslücken aufgefallenen App noch nicht sein Vertrauen entzogen hat, wird es wohl jetzt auch nicht tun. Allen anderen, die sich um ihre Privatsphäre sorgen und einem außer Landes befindlichen Unternehmen ihre Daten nicht anvertrauen möchten, sei whistle.im wärmstens empfohlen.

Ich bin dabei!