steini.meThat’s me! ;-)

Endlich: Ghost erscheint am 20. September

Es geht mit großen Schritten voran! Nachdem Ghost auf Kickstarter erfolgreich finanziert wurde, und sich das Team um John O’Nolan die Finger am Code blutig getippt hat, steht der Termin der Erstveröffentlichung fest: Am 20. September kann man sich – sofern man Backer ist – selbst ein Bild des WordPress-Konkurrenten machen. Und das Beste: Dies wird ein Stable-Release sein – keine Alpha, keine Beta!

Was ist drin?

Dafür, dass man gerade mal vier Monate an Ghost werkelt, ist das Feature-Set für den Start mehr als okay. Neben einem (mittlerweile zum Usus gängiger CMS-/Blog-Tools gehörenden) Installationsprozess wird das administrative Backend, der Editor mit geteilter Markdown-/Vorschau-Ansicht und benutzerdefinierte Profile zur Verfügung stehen. Des weiteren besteht die Möglichkeit der Verschlagwortung von Beiträgen. Neben der Auslieferung eines Standard-Themes können Ambitionierte die API nutzen, um eigene Themes zu entwerfen.

Der Editor mit geteilter Markdown-/Vorschau-Ansicht
Der Editor mit geteilter Markdown-/Vorschau-Ansicht

Was kommt noch?

Plugins

Eventuell schon im zweiten Ghost-Release könnten Plugins (ähnlich denen von WordPress) hinzukommen, um die Funktionalität erheblich aufzubohren. Laut John hat die Plugin-Implementierung höchste Priorität!

Dashboard

Als nächstes steht das Dashboard auf dem Plan, welches Statistiken auf ziemlich stylische Art und Weise präsentieren wird.

Das Dashboard von Ghost
Das Dashboard von Ghost

Multi-User-Support

Ghost wird bis auf weiteres nur einen Autor pro Installation gestatten. Das wird für die meisten Blogs ausreichend sein, nichtsdestotrotz wird Multi-User-Support implementiert werden. Wann? Bald… :-)

Mehr Tools

Was bei WordPress längst Standard ist (kein Wunder, existiert das Teil doch schon etliche Jahre), wird bei Ghost ebenfalls möglich sein: Das zeitversetzte Veröffentlichen von Beiträgen, Überprüfung der Grammatik sowie Rechtschreibung und Artikel-Revisionen.

*freu freu freu*

Also, freut euch auf den 20. September! Auch wenn ihr vielleicht nicht zu denen gehört, die zuerst Hand an Ghost legen dürfen, so wird es sicherlich nicht mehr lange dauern, bis es für den Rest der Welt ebenfalls zur Verfügung steht. Ich halte euch auf dem Laufenden und berichte von meinen ersten, geisterhaften Gehversuchen…

Unfassbar erfolgreich: Ghost auf Kickstarter

Review: Elysium

Vier Filme wollte ich in diesem Jahr unbedingt im Kino sehen: Star Trek: Into Darkness, World War Z, Pacific Rim und Elysium. Die Sternenreise in die Dunkelheit konnte ich aus zeitlichen Gründen nicht antreten, über das Brad-Pitt-Vehikel decke ich den Mantel des bedauerlichen Schweigens und meinen Sermon zu Pacific Rim habe ich hier abgegeben. Fehlt noch Elysium…

Elysium

Spoiler-Warnung! Aktiviert JavaScript, dann passiert euch nichts… Smartphone-/Tablet-Nutzer halten sich vorsichtshalber ein Auge zu.

Oben die Reichen, unten die Armen

In Neill Blomkamps zweitem Langfilm (nach dem herausragenden District 9) werden die Menschen im Jahr 2154 in zwei Klassen unterteilt: Auf der Erde vegetieren die Armen und Kranken, auf der Raumstation Elysium residieren die Reichen und Mächtigen. In dieser dystopischen Welt erleidet der von Matt Damon gespielte Max DeCosta einen Arbeitsunfall und steckt sich mit der Strahlenkrankheit an. Fünf Tage hat er noch zu leben. Die Aussicht auf Heilung versprechen die Medibänke auf Elysium: Unweigerlich zum Tod führende Krankheiten werden binnen eines Wimpernschlags ausradiert. Doch diese gottgleiche Technik steht ausschließlich den privilegierten Bewohnern der Raumstation zu…

Elysium

Auf Elysium herrscht Verteidigungsministerin Jessica Delacourt (Jodie Foster hat sichtbar Lust auf ihre Rolle und spielt brilliant auf), welche nur zu gern die Position des gemäßigten Präsidenten Patel einnehmen würde und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Hierfür macht sie sich allerdings nicht selbst die Hände schmutzig, sondern hat einen „irdischen“ Schläfer und Agenten namens Kruger (unfassbar genial: Sharlto Copley aus District 9) am Start, der gewissenlos seine Aufträge verrichtet.

Um sein Überleben zu sichern, lässt sich Max auf einen lebensgefährlichen Deal mit einem früheren Weggefährten – dem Rebellen Spider – ein. Dieser ist in der Lage die Barrieren Elysiums zu umgehen und illegale Einwanderer von der Erde in den heilversprechenden Orbit zu befördern. Wenn Max Daten aus dem Gehirn eines zufällig ausgewählten Elysium-Bewohners stiehlt, um an dessen Vermögen zu gelangen, würde Spider ihm als Gegenleistung das erlösende Ticket für den All-Flug überreichen. Der Rüstungsmagnat John Carlyle (William Fichtner) – CEO von Armadyne Corp., wo Max der tödlichen Strahlendosis ausgesetzt war – wird als Zielperson ausgesucht. Für den Auftrag verpasst man Max nicht nur ein Gehirnimplantat, sondern auch ein Exo-Skelett, um ihn stärker und ausdauernder zu machen.

Elysium

Um die endgültige Herrschaft über Elysium zu erlangen, plant die Ministerin einen Putsch und beauftragt Carlyle, der mit seiner Firma für die Technik Elysiums verantwortlich zeichnet, ein Reboot-Programm für die Raumstation zu schreiben, welches dieser über seine Neuroschnittstelle in seinem Hirn speichert, um es gefahrlos nach Elysium bringen zu können. Als Gegenleistung erhält Carlyles Firma Aufträge für die nächsten 200 Jahre.

Beim nächsten Rückflug ins All wird Carlyles Transportschiff von Max abgeschossen. Die Daten respektive das Programm können zwischen Carlyle und Max synchronisiert werden; jedoch heftet sich der mittlerweile zum Söldner degradierte Kruger mit seinen Vasallen an Max’ Fersen, um das Putsch-Programm für die um ihre Position fürchtende Ministerin zurückzuholen.

Max flüchtet zu seiner Jugendliebe Frey (die hinreißende, aber etwas blasse Alice Braga) und ihrer an Leukämie im Endstadium erkrankten Tochter Matilda. Während Max von der Brisanz des in seinem Kopf gespeicherten Programms erfährt (ermöglicht es doch, dass jeder Erdenbewohner ein Bürger Elysiums wird und somit dieselben medizinischen Mittel wie den Elysianern zur Verfügung stehen), spüren von Kruger ausgesetzte Drohnen Frey und Matilda auf, die daraufhin als Geiseln genommen werden.

Aufgrund seiner knappen, noch verbleibenden Lebenszeit und eines verhängten Flugverbots lässt sich Max von Kruger gefangen nehmen und nach Elysium bringen. Auf dem Schiff trifft er auf Frey und Matilda. Als das Raumschiff den künstlichen Luftraum über Elysium erreicht, wird es durch Max zum Absturz gebracht. Den Dreien gelingt die Flucht, und Kruger verliert sein Gesicht (im wahrsten Sinne des Wortes, aber auch dank einer von Max gezündeten Granate).

Elysium

Nachdem Kruger mittels Medibank wiederhergestellt und selbst mit einem Exo-Skelett ausgestattet wurde, eskaliert ein Disput mit der Ministerin. Er offenbart Delacourt, dass er mit Hilfe des in Max’ Kopf gespeicherten Programms selbst die Macht über Elysium erlangen will und tötet diese anschließend. Seinen Häschern trägt Kruger auf Frey und Matilda zu töten. Bevor es dazu kommt, kann Max eingreifen und den beiden zur Flucht verhelfen. Mittlerweile ist auch Spider mit einigen Verbündeten auf Elysium angelangt. Während Frey versucht ihre Tochter auf einer Medibank zu heilen (was fehlschlägt, da Matilda keine offizielle Bürgerin Elysiums ist), treffen Max und Kruger aufeinander… Im Showdown zieht Kruger (erwartungsgemäß) den Kürzeren.

Spider verbindet Max an einem Terminal mit dem Interface der Raumstation und weist ihn darauf hin, dass der Download der Daten Max’ Tod bedeuten würde. Um jedoch Matilda zu retten und der Erdbevölkerung wieder ein lebenswertes Dasein zu geben, opfert sich Max… Nach dem Reboot des Computersystems erkennt dieses, dass ein Großteil der auf der Erde lebenden Menschen medizinische Unterstützung benötigen und sendet daraufhin Raumschiffe mit Drohnen und Medibänken, um den Menschen die notwendige medizinische Versorgung zukommen zu lassen.

Elysium

Was ein Brett von einem Film!

Elysium hat mich geflasht! Mächtig sogar! Am liebsten hätte ich mich gleich wieder in die Schlange an der Kinokasse eingereiht, um eine zweite Karte in den Orbit zu lösen und auf der in hellem Glanz erstrahlenden Gated Community einzuchecken; auf welcher es en vogue ist sich auf Französisch zu unterhalten, während unten auf der Erde die Menschen in den Ruinen der Städte ihrer Arbeit (oder ihren kriminellen Machenschaften) nachgehen und Spanisch die neue Weltsprache zu sein scheint. Düstere und abgefuckte SciFi-Settings liegen mir einfach. Die Alien-Reihe, Event Horizon, Dredd, The Book Of Eli, The Road… Soll ich weiter aufzählen?

Die Schauspieler, allen voran Sharlto Copley, haben hervorragende Arbeit geleistet und stellen ihre Charaktere glaubwürdig dar. Jodie Foster verpasst ihrer Figur eine überzeugende Kaltschnäuzigkeit und Copley ist der beste Psychopath seit Anthony Hopkins eine Leber mit Fava-Bohnen und einem Chianti genoss (Ups, da war ja auch Jodie dabei). Bei diesen Leistungen gerät Damon – trotz Lead – zwangsweise ins Hintertreffen. Kein Wunder, muss er doch nicht mehr machen als sich rennend, prügelnd und ballernd auf den Weg in die orbitale Erlösung zu begeben (ist nicht böse gemeint). Alice Braga als Love Interest ist trotz ausreichender Screentime nur schmückendes Beiwerk.

Das macht aber nichts! Ehrlich! Der Film hätte auch gar keinen A-Schauspieler benötigt, denn wenn die (virtuelle) Kamera von der ramponierten Erde zur Raumstation schwenkt und diese weitwinklig überflogen wird oder man Max durch das überbevölkerte und zerstörte Los Angeles auf seinem Weg zur Arbeit begleitet, wird man sowieso von den kongenialen Spezialeffekten eingenommen. Die Kamera-Arbeit darf als handwerklich solide bezeichnet werden (komplizierte Soundstages dürften eher die Ausnahme gewesen sein). Nur selten kommt eine extreme Wackelkamera zum Einsatz; die Action bleibt stets übersichtlich. Hinzu kommt ein orchestraler Sound-Teppich, der ab und an ein wenig zu dick aufträgt. Aber was wäre ein solches Heldenepos ohne pathetische Klänge?

Danke, Neill, für meinen Sommer-Blockbuster 2013!

Natürlich muss man als Zuschauer schon die Hightech-Betten schlucken, auf die man sich nur wenige Sekunden zu legen hat und todbringende Krankheiten binnen Sekunden geheilt werden. Aber hey, das ist ein Science-Fiction-Film! Und diesem sollte man nicht mit einer Lindenstraßen-Logik auf den Pelz rücken, sondern sich von den grandiosen Aufnahmen, die nur im Kino voll zur Geltung kommen, berauschen lassen.

Ich hätte den knapp zweistündigen Ausflug gerne noch um eine weitere Stunde verlängert. Nach District 9 hat Blomkamp (erneut) bewiesen, dass er realistisch anmutende Spezialeffekte, eine Prise Gesellschaftskritik, ein brauchbares Drehbuch und gute Schauspieler zu einem aufregenden und kurzweiligen Mix verquirlen kann. Jetzt aber bitte schnell mit dem zweiten District-Film beginnen…

Für mich der diesjährige Sommer-Blockbuster! Garantiert 3D-frei.

Elysium

Privatsphäre für jedermann: Ein deutsches Startup konkurriert mit WhatsApp

Ein Startup aus der Nordeifel (ja, genau – nicht aus Berlin) versucht mit einer Messaging-App den Platzhirsch WhatsApp vom Thron zu stoßen. An und für sich keine Meldung wert, doch halt!

Im Zuge der aktuellen Berichterstattung über NSA, PRISM und Snowden hat man der App ein Alleinstellungsmerkmal spendiert, das es so bei der Konkurrenz nicht gibt: Eine hochwertige Verschlüsselung macht es neugierigen Behörden Menschen unmöglich einen Blick in die Nachrichten zu werfen (angeblich können das sogar die Entwickler nicht).

whistle.im

Die Mechernicher machen keinen Hehl aus der Art und Weise ihrer Verschlüsselung und legen die Karten offen: Auf GitHub können Interessierte einen Blick in den Quellcode werfen und sich über den verwendeten Kryptographie-Algorithmus informieren.

Wen das überzeugt (hat), der darf sich auf whistle.im für die offene Beta (nur mit Nutzernamen und Passwort – keine E-Mail-Adresse) registrieren und die Androiden-App herunterladen. iOS-Nutzer müssen sich noch gedulden, können aber die App im Browser ihrer Wahl antesten…

Natürlich wird sich erst noch zeigen müssen, wie sich die App aus deutschen Landen mit am Markt Etablierten schlagen wird, denn es gilt WhatsApp-Nutzer und deren Kontakte zu einem Wechsel zu bewegen. Und das könnte schwierig werden: Wer der in der Vergangenheit immer wieder durch ihre (fatalen) Sicherheitslücken aufgefallenen App noch nicht sein Vertrauen entzogen hat, wird es wohl jetzt auch nicht tun. Allen anderen, die sich um ihre Privatsphäre sorgen und einem außer Landes befindlichen Unternehmen ihre Daten nicht anvertrauen möchten, sei whistle.im wärmstens empfohlen.

Ich bin dabei!

Sechs simple Schritte zum trendigen Hipster-Logo

Habt ihr vor ein Startup in [beliebigen Standort hier einsetzen; vorzugsweise: Berlin (gerade in)] auf die Beine zu stellen und keinen blassen Schimmer, wie euer Logo ausschauen soll?

Tim Delger erklärt euch in sechs Schritten, wie ihr vorzugehen habt, um euch vom Einheitsbrei abzuheben. NOT!

The Hipster Logo Design Guide
The Hipster Logo Design Guide

Review: Pacific Rim

Nach der maßlosen Enttäuschung, die ich dank Guillermos produziertem Mama erleben „durfte“, hat er mich mit Pacific Rim wieder versöhnlich gestimmt. Allerdings nicht hundertprozentig! In diesem Review wird massiv gespoilert. Wer sich also nicht die (Vor)freude auf den Film verderben will, achtet bitte darauf, dass er/sie JavaScript aktiviert hat – das garantiert, dass die Spoiler ausgeblendet werden.

Pacific Rim

Spoiler voraus!

Im pazifischen Ozean bricht eine Erdspalte – der sogenannte „Breach“ – auf, der hochhausgroße Monster („Kaijūs“) entfleuchen und die Welt in Schutt und Asche legen lässt. Anfangs ist die Menschheit wehrlos, entwickelt dann aber das „Jaeger“-Programm: In globaler Union (aktuellen Kriegen und Fehden trotzend) entwickeln findige Köpfe ebenbürtige Kampfroboter, welche mittels neuronaler Schnittstelle von zwei Piloten gesteuert werden (müssen). Die „Drift“ genannte Vernetzung hat den Nachteil, dass nicht nur die Piloten in die Gedankenwelt des jeweils anderen eintauchen, sondern auch, dass Beschädigungen des Jaegers auf die Piloten übertragen werden und diese dadurch zu Schaden kommen können.

Den Viechern wird erstmal ordentlich eingeheizt; die Jaeger-Piloten werden wie Popstars gefeiert, und die Bedrohung aus dem Erdinneren schrumpft auf ein Minimum. Bis zu dem Tag, an dem der Jaeger „Gipsy Danger“, besetzt mit den Brüdern Raleigh und Yancy Bucket, von Knifehead, einem Kaijū der Kategorie III, auseinandergenommen wird. Dabei kommt Yancy ums Leben und Raleigh schafft es als zweiter Mensch in der Geschichte, einen Jaeger alleine zu steuern und sich somit schwerverletzt zu retten.

Pacific Rim

Fünf Jahre später ist das Jaeger-Programm Geschichte. Die UN hat es aufgrund diverser Fehlschläge für beendet erklärt und mit dem Bau der „Walls of Life“ begonnen – riesigen Mauern, die die verbliebenen, am Pazifik gelegenen Metropolen vor den in immer kürzeren Abständen auftauchenden Monstern schützen soll. Man stellt allerdings schnell fest, dass die Mauern keinerlei Schutz bieten, als ein Kaijū namens Mutavore Sydney angreift und erst durch „Striker Eureka“, einem Jaeger besetzt mit dem Vater-Sohn-Gespann Herc und Chuck Hansen, gestoppt wird.

Raleigh, der als Ex-Jaeger-Pilot an einer der Mauern arbeitet, wird von seinem ehemaligen Marshall Stacker Pentecost aufgesucht, um für eine neue Mission (dem Versiegeln des Breach mithilfe einer Nuklearbombe) rekrutiert zu werden. Bevor der Stecker gänzlich aus den verbliebenen Kampfrobotern gezogen wird, hat man diese mitsamt Piloten und Technik-Crews in den Shatterdome nach Hong Kong gebracht. Neben dem Urgestein Gipsy Danger und Striker Eureka befinden sich noch „Crimson Typhoon“ mit den chinesischen Drillingsbrüdern Wei und „Cherno Alpha“ mit dem russischen Ehepaar Sasha und Aleksis Kaidonovsky im Shatterdome. Unterstützt werden die Piloten und Techniker durch zwei spleenige Wissenschaftler, namentlich Newton Geiszler und Hermann Gottlieb.

Pacific Rim

Ein erster Probelauf mit Raleighs Co-Pilotin Mako Mori in Gipsy Danger endet beinahe in einer Katastrophe, als Mako sich in den eigenen Erinnerungen (als kleines Mädchen wurde sie von Pentecost im Jaeger „Coyote Tango“ vor dem Kaijū Onibaba gerettet) beim Aufbau der neuronalen Brücke verliert und die Plasmakanone des Kampfroboters im Shatterdome aktiviert. Parallel erfährt Geiszler durch einen Drift mit einem sichergestellten, aber nicht mehr hundertprozentig funktionstüchtigen Kaijū-Gehirn, dass die Kaijūs an der Kolonialisierung der Erde interessiert sind und eine Welt nach der anderen zerstören.

Pacific Rim

Beim verheerenden Angriff der Kategorie-IV-Kaijūs Leatherback und Otachi werden Cherno Alpha und Crimson Typhoon samt ihrer Piloten vernichtet. Striker Eureka, der durch einen von Leatherback ausgelösten EMP ausgeschaltet wurde, kann gerade noch rechtzeitig von Gipsy Danger gerettet werden.

Um einen weiteren Drift mit einem Kaijū zu initiieren, sucht Geiszler den Schwarzmarkthändler Hannibal Chau auf. Von diesem erhofft er sich die Beschaffung eines funktionstüchtigen Monsterhirns. An dieses gelangt er schneller als erwartet, als Otachi von Gipsy Danger eliminiert wird.

Pacific Rim

Stopp! STOPP!!!

An dieser Stelle breche ich die Inhaltsangabe vorsichtshalber ab, sonst kann man vor lauter Spoilertext gar nichts mehr lesen…

Zuerst das Negative: Wie ich eingangs schrieb, bin ich mit Pacific Rim nicht vollends zufrieden, was der Tatsache geschuldet ist, dass der Film mit etwas mehr als zwei Stunden einfach zu lang geraten ist. Die auf eine Serviette passende Original-Story (angeblich wusste del Toro nichts von Neon Genesis Evangelion) dient als Lückenfüller für die brachialen Schlachten, welche tricktechnisch zwar „state of the art“ sind, aber durch die viel zu lang geratenen Kämpfe ab einem gewissen Punkt ermüdend wirken (und mich langweilten). Hinzu kommt das unspektakuläre Finale, welches im Vergleich zu den vorigen Schlachten enorm abfällt.

Soweit zum Genörgel, kommen wir zu den positiven Dingen: Der wuchtige Score des aus Duisburg stammenden Ramin Djawadi hat mich an Hans Zimmer oder Trevor Rabin erinnert und könnte so auch gut ins nächste Call Of Duty eingebaut werden. Die Vorbereitungen der Piloten in den Jaeger; der Transport der Roboter zur nächsten Schlacht; das Aufeinandertreffen Jaeger vs. Kaijū – all das unterlegt Djawadi mit Orchesterklängen, die das Thema des Films zwar nur wenig variieren, sich dennoch perfekt in den Film integrieren.

Pacific Rim

Zu meiner Verwunderung muss ich gestehen, dass ich vom 3D-Effekt angenehm überrascht war. Schließlich bin ich mit der Annahme ins Kino, dass die leinwandfüllenden und zumeist in tiefer Nacht stattfindenden Fights sich nur schwer für 3D eignen würden. Wer den Film nur in 2D sehen kann, braucht nicht enttäuscht sein: Er unterhält auch in dieser Variante ordentlich!

Die Schauspieler dienen nur als Staffage – del Toro hat ihnen auch nicht wirklich viel abverlangt. Charlie Hunnam („Raleigh Bucket“) und Rinko Kikuchi („Mako Mori“) spulen routiniert ihr Programm bis zum Happy-End-Finale inklusive Geknutsche (fühlte nur ich mich bei dieser Szene an James Bond erinnert?) ab. Idris Elba („Stacker Penecost“) gibt den beinharten Chef der Truppe mit Herz. Wirklich nennenswerte Momente haben Ron Perlman als Schwarzmarkthändler und Charlie Day als „driftender“ Wissenschaftler. Perlman darf sich im Abspann (Sitzenbleiben!) durch Kaijū-Gedärm den Weg nach draußen freischnibbeln, während Day den überdreht nerdigen Wissenschaftler spielt, der mehr Glück als Verstand haben dürfte.

Pacific Rim

Arthouse-Freunde müssen draußen bleiben!

On top „genießt“ man schmissige One-Liner und markige Sprüche im Angesicht des Todes. Heroisch halt! Passt aber, ist schließlich ein Popcorn-Film, der sich nicht immer ernst nimmt und den Zuschauer mehr als zufriedenstellend unterhält. Guillermo del Toro hat sicherlich nicht das Rad neu erfunden, wohl aber einen Meilenstein der Tricktechnik geschaffen, der auf der großen Leinwand gesehen werden will. Die Heimkino-Auswertung wird nicht minder erfolgreich ausfallen, dort dürften aber mehr die Sound-Fetischisten zum Zuge kommen…

Sehr gut gefallen hat mir zudem die Exposition, durch die man fix in die Welt der Kaijūs und Jaeger geschossen wird und sich sofort zurechtfindet. Auch wenn man kein Bewohner dieser zukünftigen Fantasiewelt sein möchte, so fühlt man sich als Zuschauer sofort heimisch und kann sich ganz auf die Keilereien konzentrieren.

Alles in allem bietet Pacific Rim genau das, was man für sein Geld erwartet: Geknüppel und Zerstörung von und mit Robotern und Monstern.

Pacific Rim