steini.meThat’s me! ;-)

Filme für die Insel

Habe schon lange nichts mehr für mein Blog geschrieben, deshalb will ich die Chance nutzen an Thomas’ Blogparade teilzunehmen und meine 15 Filme zu nennen, die ich in jedem Fall auf einer einsamen Insel bei mir haben möchte – Strom, Player und TV vorausgesetzt.

Los geht’s (Originaltitel in willkürlicher Reihenfolge)…

  1. [Rec]
  2. Aliens
  3. The Boondock Saints
  4. The Dark Knight
  5. District 9
  6. The Evil Dead
  7. Extremely Loud & Incredibly Close
  8. The Lord Of The Rings: The Fellowship Of The Ring
  9. Gremlins
  10. El Laberinto Del Fauno
  11. Lat Sau San Taam
  12. The Lovely Bones
  13. Martyrs
  14. Super 8
  15. WALL·E

Und welche Filme würdet ihr auf dem Eiland nicht missen wollen?

Launcher-App für OS X und Network Attached Storages

Nie wieder vergessen eine VPN-Verbindung in fremden WiFis aufzubauen. Oder NAS-Laufwerke automatisch mounten und CMD-K in den Ruhestand schicken. Geht nicht? Geht doch. Mit diesem Skript für Macianer…

Wem ist es nicht schon passiert? Man loggt sich in ein öffentliches WLAN ein, liest in aller Ruhe seine RSS-Feeds, checkt E-Mails, aktualisiert den Facebook-Status und nach einer Stunde sieht man, dass man überhaupt keine VPN-Verbindung aufgebaut hat. Shit!

Da ich mich zu diesen chronisch vergesslichen Zeitgenossen zähle, musste eine Lösung her. Also programmierte ich ein simples AppleScript, welches überprüft, ob ich mich in meinem Heimnetzwerk befinde. Falls nicht, wird automatisch eine VPN-Verbindung aufgebaut.

Im Laufe der Zeit wurden noch einige Gimmicks hinzugefügt. Und weil ich das nicht für mich alleine behalten möchte, wird das Ding heute der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Einstellungen werden direkt im Skript vorgenommen und sollten für halbwegs versierte Anwender binnen fünf Minuten erledigt sein. Tauchen Probleme auf, nutzt das Kontaktformular oder pinnt sie direkt an diesen Artikel! Das gilt natürlich auch für Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge…

Viel Spaß damit!

Features

Deutsche und englische Sprachausgabe (deaktivierbar, damit’s nicht nervt).

Verbindung zu einem VPN mittels vier Modi: nie, immer, inner- oder außerhalb vertrauenswürdiger WiFis.

Definition vertrauenswürdiger WiFi-Netzwerke, in denen keine VPN-Verbindung benötigt wird.

Angabe der NAS-Ordnernamen, die gemountet werden sollen. Dies geschieht automatisch via IP oder DNS-Auflösung (je nachdem, ob sich der Rechner im Heimnetz befindet oder nicht).

Optional können auch WebDAV-Speicher angegeben werden, zu denen eine Verbindung aufgebaut werden soll (zum Beispiel T-Online Mediencenter).

Voraussetzungen

Das Skript läuft ab OS X 10.7 Lion. Eventuell funktioniert es auch mit älteren Versionen (habe ich nicht getestet). Falls ja, immer her mit dem Feedback…

Installation

Die ZIP-Datei herunterladen und entpacken.

Mit dem AppleScript-Editor öffnen und die notwendigen Änderungen vornehmen (Erläuterungen sind inkludiert).

Nach getaner Arbeit abspeichern und unter „Systemeinstellungen > Benutzer & Gruppen > Anmeldeobjekte“ einbinden, so dass das Skript bei jedem Bootvorgang gestartet wird.

Das Kleingedruckte

Mein Skript stelle ich unter die MIT-Lizenz.

Anwendung und Ausführung dieses Skripts auf eigene Gefahr! Macht mich bitte nicht für eine falsche Handhabung verantwortlich.

Und nun: Zum Download (49KB, ZIP)…

Das Synology-Launch-Event 2014 in D’dorf

Heute folgte ich einer Einladung von Synology und fand mich mit rund 300 anderen Interessierten zum DSM5 Beta Launch Event im Congress Center in Düsseldorf ein, um einen Blick auf die bald erscheinende neue Version des DiskStation Managers zu werfen. Die ganz Neugierigen unter euch scrollen bitte ans Ende dieser Seite, um die entscheidende Frage beantwortet zu bekommen…

Synology Launch Event 2014

Wie im Vorjahr begrüßte Synology-Deutschland-CEO Alex Wang die Besucherschar, die sich zum dritten in Deutschland stattfindenden DSM-Beta-Event eingefunden hatte und startete mit einer Lobhudelei auf die vielen Auszeichnungen, die Synology in der Vergangenheit erhalten hatte – unter anderem den PCMag Readers’ Choice Award und den GTDC Rising Star, wo Synology vor Sony Mobile und SanDisk auf dem ersten Platz landete.

Synology Launch Event 2014

Der neue DSM5

Nach dem dankenswerterweise kurzweiligen Intro ging’s ans Eingemachte: Produktmanager Niklas Poll stellte die Beta des DSM5 vor; diese integriert unter anderem eine „Drag & Drop“-Funktionalität für den Desktop. Das Interface wurde komplett überarbeitet, um auf Touchscreens leichter bedient werden zu können. Die Widgets, die sich im DSM4 nur rudimentär anpassen ließen, können nun noch individueller gestaltet werden. Eine globale Suchfunktion (ähnlich der Spotlight-Suche vom Mac) wurde ebenfalls integriert.

Gegenwärtig können DSM4-Nutzer Updates der Pakete nur durchführen, wenn sie die Paketverwaltung aufrufen und die Aktualisierung händisch anstoßen. In Zukunft entfällt dieser Schritt, denn Updates für Pakete werden nun automatisch heruntergeladen und installiert.

Multimedia-Features

Auch dem HD(TV)-Lager zollt Synology Tribut und optimierte den DSM5 für Retina-4K-Displays. Aber das ist noch nicht alles: Die „DS Video“-App kann nativ auf Samsung Smart TVs installiert werden. Außerdem streamen „DS Audio“ und „DS Video“ auf Google’s Chromecast. Die VideoStation bietet eine 5.1-Kanal-Unterstützung für Apple TV und stellt individuelle Film-Cover dar.

DSM5 wird sozial und ist cloud-ready

Dank Google+- und Facebook-Implementierung wird das Teilen von Dateien noch einfacher. Zudem werden die NAS mittels DSM5 „Hybrid Cloud Ready“ für Dropbox, Google Drive und Baidu Cloud sein und können Backups zwischen DiskStations und Clouds erstellen.

CloudStation und „DS Cloud“

Über die CloudStation kann ebenfalls sozial geteilt werden.

Die CloudStation bringt außerdem eine Dateiversionierung mit – ähnlich der bereits von Dropbox bekannten und Benutzer können mit ausschließlichem Lesezugriff ausgestattet werden, so dass Dateien in der CloudStation vor unbefugtem Ändern oder Löschen geschützt sind. Der Client bietet eine Zwei-Wege-Synchronisierung für mehrere DiskStations („Crossover Cloud“ genannt).

„DS Cloud“ ermöglicht den Sync verschiedener Ordner auf unterschiedlichen DiskStations. Und (Tusch jetzt!) man erhält eine bessere Übersicht durch einen Fortschrittsbalken, ob eine Synchronisierung beendet ist. Warum dieser seit ehedem fehlt, war mir schon immer ein Rätsel, aber hey, nun ist er ja da…

QuickConnect

Das bis dato eher stiefmütterlich umgesetzte QuickConnect erfährt eine Rundumerneuerung. Der Zugriff aus internen und externen Netzwerken wird dank gleicher QuickConnect-ID wesentlich erleichert. DDNS und VPN entfällt bei der Verbindung. QuickConnect wird in alle DSM5-Pakete integriert.

PhotoStation und „DS Photo+“

Ein „smarter“ Fotomanager erleichtert das Organisieren der Fotosammlung, welche nun in einem Baumdiagramm zur besseren Übersicht dargestellt wird. Auch die Thumbnail-Erstellung wurde verbessert. Videos lassen sich (ja, ja, sozial und so) direkt auf YouTube hochladen.

Mit der aktualisierten „DS Photo+“-App hat man die Möglichkeit Fotos auf Apple TV zu streamen. Auch das Katalogisieren wird einfacher dank Smart-Alben, Tagging und Kategorien. Mit dem direkten Zugriff auf Fotos können diese einzeln für Uploads ausgewählt werden.

Alles andere

„DS File“ hat ebenfalls eine größere Aktualisierung erfahren und bietet Link-Sharing (ohne dass ein DSM-Account benötigt wird) mit Passwort-Schutz und Ablaufdatum. Dateien lassen sich komprimieren und entpacken. Eine Favoritenliste und das Markieren von Ordnern zum besseren Auffinden runden den guten Eindruck der App ab.

In „DS Video“ wurde eine Offline-Funktion eingebaut, so dass man nun im Urlaubsflieger nicht mehr auf seine Filme verzichten muss.

Ach ja, „DS Download“ wird für Windows Phone ab Version 8 verfügbar sein…

Festhalten: Ein neuer Text-Editor mit Syntax-Highlighting ermöglicht das direkte Bearbeiten gängiger Dateien im DSM.

Synology Launch Event 2014

Weiter nach der Pause

Nach einer 15-minütigen Kaffeepause trat Dennis Schellhase (ebenfalls Produktmanager) ans Pult und stellte die Neuerungen im Business-Bereich vor. Ich halte mich hier bewußt kurz, da ich ein typischer Synology-Home-Anwender bin und Niklas Polls Präsentation meine Neugier voll und ganz befriedigte.

Styla“ referierte über das Buzzword des Jahres und die damit zusammenhängenden Herausforderungen im großflächigen Einsatz: „Big Data“. Ein „Central Management System“ gewährleistet volle Kontrolle mit zentralem Zugriffspunkt für drei Bereiche: Smart Hub, Smart Management und Smart Governance.

Smart Hub

…ist ein ganzheitliches Monitoring mit einer zentralen Oberfläche für mehrere NAS-Server; es überwacht die Performance und Auslastung (Hot Spots, Hauptlastzeiten und potentielle Ausfälle) und überprüft die Gesundheitszustände und Verfügbarkeiten (Server, Volumen, HDDs).

Smart Management

…ist eine „Remote Administration“ und bietet schnelles Einrichten mehrerer NAS-Server mit minimalem und manuellem Aufwand. Außerdem beschleunigt es gemeinsame Updates von DSM und Paketen und stellt einen Fernzugriff für Administration und Konfiguration in einem vereinheitlichten Interface zur Verfügung.

Smart Governance

…ist eine regelbasierte Gruppenkonfiguration zur NAS-Separation in DS-Gruppen mit Gruppenrichtlinien zur automatisierten Serverkonfiguration und dem Vereinfachen des Host-Bereitstellungsprozesses.

Synology CIFS Scale-Out Storage Cluster

Hervorzuheben ist das „Synology CIFS Scale-Out Storage Cluster“, welches gemeinsame Ordner mit massivem Datenvolumen über mehrere NAS skalieren, verfügbar und effizient machen kann. Und das alles mit einer automatischen Performance- und Kapazitätsbündelung. Diese Cluster-Funktion stellt drei Datensicherheit-Schemata dar: Stripe für höchste Performance, eine Kopie für die Balance zwischen Performance und Datensicherheit und zwei Kopien für höchste Datensicherheit. Abgerundet wird dieses Feature durch einen automatisierten Lastausgleich und eine Failover-Funktion.

Backup-Gedönse

Der Snapshot-Manager (für LUN-Snaps) unterstützt Windows 2008 R2, Windows 2012 (R2) und VMware vSphere Datastore. Eine Besonderheit: LUN muss nun nicht mehr vor dem Snapshot ausgehängt werden. Die fünf verschiedenen Backup-Lösungen von Synology (Client-, Network-, Lokales Backup, Sync gemeinsamer Ordner und Time Backup für versionierte Backups) werden in einer Anwendung zusammengefasst: „Datensicherung und Replikation“ unterstützt die multiple und vollständige Versionierung auf Block-Level.

Performance-Boost unter der Haube

Beim SSD-Lese- und Schreib-Cache wurde die Gesamtperformance verdoppelt – sowohl für Lese- als auch Schreib-Aktionen. SHA wurde ebenfalls getrimmt und unterstützt mehrere LAN-Ports für den Daten-Sync. Die Komprimierung des Arbeitsspeichers für x86-Plattformen reduziert die RAM-Anforderungen von inaktiven Anwendungen und verbessert die Ansprechbarkeit der Oberfläche.

Die HTTPS-Reaktionszeit wurde um 20 Prozent verbessert (SPDY 3.1). Die Übertragung kleiner Dateien via AFP wurde um 30 Prozent beschleunigt.

And the Winner is…

Bevor die Meute das Buffet stürmte und beim ungezwungenen Gettogether den Nachmittag ausklingen ließ, fand noch eine Verlosung statt. Zu gewinnen gab’s je zwei Axis M3007-PV, dreimal je zwei WD Red 3TB, zweimal je zwei Seagate 4TB, eine DS214, eine DS214play und eine DS414.

Tja, und was soll ich sagen? Hab’ ich doch tatsächlich mal Glück gehabt und zwei Western Digital-Platten abgegriffen. Yeah!

TL;DR

Natürlich bleibe ich die wohl wichtigste Frage nicht schuldig: Die Beta des DSM5 erscheint aller Voraussicht nach kommenden Dienstag. Welche NAS-Modelle unterstützt werden, wurde nicht beantwortet, aber das wird die Website sicherlich bei Verfügbarkeit des Downloads verraten…

Synology Launch Event 2014

Review: Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Für die finale Printausgabe des Life-Magazins soll ein einzigartiges Foto für das Cover verwendet werden. Doch ausgerechnet das Negativ geht einem Archivar verloren… Eine fantastische Geschichte über Selbstfindung und ‐verwirklichung nimmt ihren Lauf – oder doch nicht?

Nicht vergessen! JavaScript einschalten, damit ihr nicht gespoilert werdet…

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Walter Mitty (Ben Stiller) führt ein langweiliges Leben. Die Welt kennt der Tagträumer nur von seinem Job als Archivar und von den Fotos, welche ihm Journalisten aus aller Herren Länder zusenden und die er für das Life-Magazin seit 16 Jahren aufbereitet.

Einer dieser Journalisten ist der legendäre Fotograf Sean O’Connell (Sean Penn), der für die letzte Printausgabe mehrere Negative an Walter sendet – darunter ein spezielles, welches das Cover schmücken soll, da es wie kein anderes die „Quintessenz“ des Life-Magazins repräsentiert. Doch ausgerechnet dieses Negativ scheint abhanden gekommen zu sein…

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Da O’Connells Aufenthaltsort unbekannt ist und er weder Handy noch E-Mail nutzt, kann Walter nicht so einfach mit ihm in Kontakt treten. Durch die Sichtung der gesendeten Negative erhält Mitty jedoch den Hinweis, dass sich der Fotograf in Grönland aufhalten könnte. Und so besteigt Walter den nächsten Flieger, um die Angelegenheit zu klären.

In Grönland angekommen erfährt Mitty, dass der Fotograf per Schiff weitergereist ist. Um die Spur nicht zu verlieren, lässt sich Walter per Hubschrauber auf das Schiff bringen. Doch wieder zu spät: O’Connell ist nicht mehr an Bord. Walter erhält aber einen weiteren Hinweis, dass sich O’Connell auf Island aufhält, wo er den Ausbruch des Eyjafjallajökull fotografieren will. Kurz bevor Walter seine Chance erhält, auf Island den Fotografen zu treffen, bricht der Vulkan aus und macht ihm einen weiteren Strich durch die Rechnung…

Nach einem Zwischenstopp in New York und einem weiteren Hinweis folgt Walter der Spur O’Connells in den Himalaya…

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Alles nur geträumt?

Dieser Film ist keine typische Ben-Stiller-Komödie! Wer Focker-Schenkelklopfer erwartet, wird enttäuscht sein. Auch werden sich Anhänger des Originals vor den Kopf gestoßen fühlen, denn Stiller, der nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch als Regisseur verantwortlich zeichnet, verpasste dem Stoff nicht nur einen zeitgemäßen Anstrich, sondern änderte auch die eigentliche Story – was keinesfalls als Kritik anzusehen ist (außer von den „Hardcore-Fans“, so es diese denn bei dem 1947er Original geben mag).

Bis auf die „Hunderettungsaktion“ (die auch schon im Trailer gezeigt wurde) kann sich der Zuschauer an keinem Punkt der Handlung sicher sein, ob man sich gerade in einem von Walters Tagträumen befindet oder dieser tatsächlich mit einem Hai kämpft oder sich mit einem Warlord über den selbstgebackenen Kuchen seiner Mutter unterhält (von der jeweiligen Wahrscheinlichkeit und Frequenz des Erlebten mal abgesehen).

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Die Darsteller, von Stiller über MacLaine bis Penn, leisten eine überdurchschnittliche Performance. Nur Kristen Wiig bleibt als Love Interest etwas blass. Die Verwandlung vom Jedermann zum draufgängerischen Abenteurer ist durchaus glaubwürdig dargestellt – wenn auch zeitweilig das gewünschte Augenzwinkern fehlt und Stillers Mitty ab und an ein wenig zu ernst daherkommt. Aber das nur am Rande… Wer das Haar in der Suppe sucht, wird es sicherlich finden.

Die großartig eingefangenen Bilder von Stuart Dryburgh sind eine Wucht! Keine aufgeregte Wackelkamera, stets der Situation angepasst und wunderbar in 2D auf der großen Kinoleinwand anzusehen. Ein Augenschmaus! Aber auch bei der Musikuntermalung gibt es nichts zu bemängeln: Passend zu den Motiven wird die Stimmung perfekt transportiert.

Auch bei den Spezialeffekten, ohne die ein Film wie dieser kaum auskommt, gibt’s nix zu mäkeln. Egal, ob Walter dem Hai auf die Nase haut, vor dem gewaltigen Vulkanausbruch flieht, aus einem viel zu großen Flieger für einen viel zu kleinen Grönland-Flughafen steigt oder als Benjamin Button auftritt (was übrigens in meinen Augen die einzig deplatzierte Szene des ganzen Films ist und wohl ein Zugeständnis an die Focker-Fans sein soll): Die SFX sind ordentlich ausgearbeitet und ordnen sich der Handlung unter, so dass der Betrachter nicht ständig daran erinnert wird, dass es „nur“ ein Trick ist.

Leider – und das ist mein einziger Kritikpunkt – bekommt man am Ende des Films das Foto doch noch zu Gesicht. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt gehofft, dass es sich um einen MacGuffin handelt, wurde aber diesbezüglich enttäuscht. Denn durch das Zeigen des Fotos (auch wenn es durchaus als Quintessenz herhalten mag), verfliegt die Magie des fantastischen Abenteuers etwas.

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Unterm Strich bekommt der Zuschauer ein grandios inszeniertes Märchen mit einer etwas zu platt (weil stets präsent) servierten Message: Das Leben und den Alltag nicht immer als gegeben zu nehmen, sondern die Möglichkeiten nutzen, aus diesem starren Geflecht auch mal auszubrechen, sich selbst zu verwirklichen und einfach mal etwas zu wagen.

Eine Empfehlung – nicht nur für Tagträumer sehenswert!

Zur Hölle mit den Pfunden!

Noch fühlt sich 2014 taufrisch an. Zeit, mit einem neuen Vorsatz an den Start zu gehen oder den seit Jahren Vorgenommenen, aber irgendwann wieder Fallengelassenen, endlich in die Tat umzusetzen. Um die Last des „Neujahrsvorsatz-Scheiterns“ von vornherein zu eliminieren, startete ich die Unternehmung „Gewichtsverlust – Nun aber richtig!“ bewusst am zweiten Januar vergangenen Jahres. Ein Tatsachenbericht über das Wie, Womit und Warum…

Prolog

Oktober 2012. Mal wieder Zeit für eine neue Hose. Ich durchsuchte die Jeans-Abteilung eines Kaufhauses in Krefeld. Irgendwo muss doch noch eine 38er Größe herumliegen. Dass ich mich wesentlich wohler in einer 42 fühlte, wusste ich wohl, aber man hat ja seinen Stolz und den Bauch kann man schließlich auch mutig einziehen.

Ich hielt mich wohl einen Tick zu lange in der Abteilung auf. Eigentlich achte ich penibel darauf, dass sich mir keine gelangweilte Belegschaft auf Hörweite nähert. Vielleicht war ich aufgrund meiner Verzweiflung über die erfolglos anprobierten Hosen auch unachtsam oder mein Blick war ob des Schweißes, der mir bereits auf der Stirn stand und stetig in meine Augen lief, getrübt. Jedenfalls war sie plötzlich da. Dieser Typ Verkäuferin, der einen mit leicht zur Seite geneigten Kopf mustert, so dass man sich zwangsweise unwohl in seiner Haut fühlen muss. Ich hatte auch schon meine Standardantwort („Nein, danke, ich schau’ mich nur um.“) auf ihre Standardfrage parat. Doch bevor ich meinen über die Jahre perfektionierten Text aufsagen konnte, erwischte sie mich unvorbereitet mit einem „Hier haben wir keine Übergrößen; die sind oben.“ WTF?!

Szenenwechsel. Sitze auf meinem Sofa und denke über das Erlebte nach. Objektiv betrachtet hatte die Dame durchaus Recht. Ich belog mich selbst schon viel zu lange, indem ich versuchte meinen nicht mehr zu übersehenden Bauch mit XXXL-Klamotten zu kaschieren.

Ist ja nicht so, dass ich’s nicht mit Diäten in den vergangenen Jahren versucht hätte, aber nach FdH oder Kohlsuppe schlug der Jo-Jo-Effekt erbarmungslos zurück – was, wie ich mir mittlerweile eingestanden hatte, natürlich daran lag, dass ich nach den Diäten wieder die für mich „üblichen“ Portionsgrößen vertilgte. Beispiele gefällig? Beim Lieferservice ein Wagenrad von Pizza geordert – nebst Dessert. Im Fast-Food-Tempel drei oder vier Hamburger verdrückt. Filmabende regelmäßig mit einer Tüte Chips und Eis „abgerundet“.

Dauerhaft abnehmen – nur wie?

Ich wollte ja abnehmen. Wirklich! Aber bitte möglichst ohne mich sportlich betätigen zu müssen… Und vor allem ohne eine weitere, erfolglose Diät. Tante Google spuckte spät am Abend das Wort aus, welches mein Leben verändern sollte: Ernährungsumstellung. Mir grauste bei der Vorstellung mich nur noch mit Grünzeug und dergleichen über Wasser zu halten. Deshalb räumte ich mir Bedenkzeit bis Jahresende ein, um mich eingehender mit der Materie zu beschäftigen und um herauszufinden, ob das auch wirklich eine dauerhafte Lösung für mich darstellte.

Zur gleichen Zeit suchte ich meine Hausärztin auf, um einen Check meines Blutbilds durchführen zu lassen. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die Werte durch die Decke gingen und Frau Doktor alles andere als zufrieden mit mir war. Den Arztbesuch nahm ich zum Anlass in einem Jahr erneut meine Werte überprüfen zu lassen – sofern ich mein Vorhaben erfolgreich umsetzen könnte.

Zwischen Weihnachten und Silvester war die Umstellung der Ernährung beschlossene Sache und das Startdatum wurde auf den zweiten Januar fixiert, um es bloß nicht wie einen guten Vorsatz fürs neue Jahr aussehen zu lassen. Was mir noch fehlte war eine Kontrollinstanz – ein Einpeitscher quasi – um mich anzutreiben und schlussendlich zum Erfolg zu führen. Aber wer oder was sollte diesen undankbaren Job übernehmen?

1. Januar 2013. Leicht verkatert lag ich auf dem Sofa und schaute gelangweilt in die Glotze, als zum gefühlt hundertsten Mal an diesem Tag GewichtGucker-Werbung über den Bildschirm flimmerte, welche – ähnlich der der AutoScheibe-Spacken – nur noch nervte (Namen von mir geändert – will ja keine Schleichwerbung machen). Ich wollte schon anfangen mich aufzuregen, als eine innere Stimme mir zu verstehen gab, dass ich meinen Einpeitscher gefunden hätte. Nun gut, TV aus- und Laptop eingeschaltet. Nach einem ausgiebigen Studium des „Punktezählen“-Konzepts entschied ich mich für eine Mitgliedschaft. Die passende Smartphone-App lud ich mir noch herunter und gab spaßeshalber einige Lebensmittel ein, um zu prüfen, wie viele Punkte beim Verzehr selbiger verbraucht würden. 26 Punkte für einen X-tra Long Chili Cheese oder 14 für einen Döner klingen vielversprechend, allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung, wie viele Punkte mir tatsächlich pro Tag zur Verfügung stehen sollten…

Es wird ernst!

2. Januar 2013. Ich loggte mich in den Mitgliederbereich ein und füllte wahrheitsgemäß einen umfangreichen Fragebogen aus. War kein Problem für mich, bis es zur Abfrage des aktuellen Gewichts kam. Ich suchte meine Waage, legte Batterien ein und schaute ungläubig auf das Ergebnis: 115,8 Kilogramm. Herrje! Schien, als hätte ich mich wirklich gehen gelassen. *hüstel* Als Resultat präsentierte man mir eine Punktzahl von 49, welche die tägliche Essen-Ration darstellte und die nicht überschritten werden durfte. Zusätzlich bekam ich noch 49 „Wochen-Punkte“, die ich im Falle des Heißhungers in einem Rutsch verballern oder auf sieben Tage aufteilen durfte, so dass mir im Endeffekt pro Tag 56 Punkte zur Verfügung standen.

Im Zuge meiner Ernährungsumstellung-Recherche hatte ich bereits eine Liste mit favorisierten Lebensmitteln erstellt. Diese Liste glich ich nun mit den GewichtGucker-Angaben ab. Schließlich war das Ziel nicht hungern zu müssen und dennoch abzunehmen. Meine finale Aufstellung enthielt unter anderem diverse Fisch- und Gemüsesorten, (klare) Suppen, Buttermilch, Bananen, Paprika (als Chips-Knabber-Ersatz und für den Heißhunger zwischendurch) sowie Magerquark, Vollkorn-Produkte und Sauerkraut – viel Sauerkraut!

Die ersten Wochen…

…waren fürchterlich! Zum einen war da die Gefahr des Rückfalls: Ich musste höllisch aufpassen nicht (m)einem Verlangen zu erliegen – überall lauerte der Heißhunger-Teufel und führte mich in Versuchung. Zum anderen hatte ich Probleme beim Zuweisen der Punktzahlen für „zusammengewürfeltes Essen“ – will heißen, dass ich nie so recht wusste, wie viele Punkte denn nun ein Milchbrötchen mit einer Scheibe Salami und einem Salatblatt hat. Das führte dazu, dass ich vor lauter Unsicherheit lieber auf ein „richtiges“ Essen verzichtete statt Gefahr zu laufen mein Punktelimit zu brechen (weshalb ich anfangs auch zu schnell Gewicht verlor).

Erst mit der Zeit entwickelte ich ein Gefühl dafür, was ich mir nun erlauben durfte und was ich besser links liegen lassen sollte. Was immer ging waren Bananen. Es gab Tage, an denen ich bis zu drei Heißhungerattacken bekam. Gott sei Dank hatte ich immer eine ausreichende Menge Bananen dabei, so dass es kein Problem war sich mal eben eine (oder auch zwei) davon reinzuziehen.

Nicht nur achtete ich darauf, immer Bananen im Haus zu haben, sondern auch Paprika. Ich schnitt immer drei Paprika in Streifen, warf etwas Salz und Pfeffer dazu und füllte damit eine Tupperdose. Auf diese Weise konnte ich etliche Kantinenbesuche überbrücken und musste mich nicht unnötig der Versuchung aussetzen.

Natürlich gab’s Mittags nicht nur Paprika: Sehr oft hielt ich mich mit Tütensuppen und Magerquark (mit einem Teelöffel Marmelade untergerührt) über Wasser. War kein Problem für mich, da ich sowieso lieber Abends warm esse. Sobald ich in meiner Wohnung war, wurde Tiefkühlfisch und -gemüse angerichtet. Öfters auch mal mit einer kleinen Portion Salat (den ich immer in einer großen Schüssel für eine halbe Woche zubereitete und dann portionierte).

Morgens aß ich ein halbes Brötchen oder alternativ eine Scheibe Schwarzbrot beziehungsweise Knäckebrot mit einer Scheibe Salami oder Käse. Als Grundlage diente mir etwas Magerquark.

Zu Partys bin ich mit dem Wagen gefahren statt Bahn oder Taxi zu nutzen, um bloß keinen „bösen“ Alkohol trinken zu müssen. Der Hauptgrund war aber eher, dass ich so um die in meinen Augen unbequemen Fragen herumkam, warum ich denn nichts trinken würde oder ob ich krank sei. ;-)

Wie ging’s weiter?

Nach ungefähr eineinhalb Monaten hatte ich mich an die Umstellung gewöhnt. Ich kam gut mit den zugeteilten Rationen aus und hatte an keinem Tag das Gefühl nicht satt geworden zu sein. Ich gestattete mir sogar einen „Cheat-Day“ pro Woche („Hallo Döner!“). Und zum ersten Mal sah ich den Erfolg meiner Ernährungsumstellung nicht mehr nur auf der Waage, sondern auch an meinen Hosen: Sie wurden zu weit und mussten durch kleinere Größen ersetzt werden. Ein geiles Gefühl!

Mitte April 2013. Ich beschloss bei GewichtGucker zu kündigen. Das Punktezählen benötigte ich nicht mehr, denn ich konnte mittlerweile sehr gut einschätzen, welche Lebensmittel ich in welcher Portionierung essen kann/darf ohne gleich wieder zuzulegen.

Anfang Mai 2013. Die Waage präsentierte 89,1 Kilogramm. Der Wahnsinn! Der 90 auf der Waage war ich seit mehr als 15 Jahren nicht mehr so nahe gekommen. Dennoch: Da geht bestimmt noch etwas mehr…

Nase zu und durch!

Um mein Gewicht zu halten und vielleicht noch ein paar Pfunde zu verlieren, musste ich noch meinen inneren Schweinehund angehen und mich an eine Sache wagen, die ich schon seit Jahren nur noch vom Hörensagen kannte: Sport!

Ausdauersport wie Joggen oder Schwimmen ist für den Anfang nicht die schlechteste Idee, aber Kraftsport sollte man auf jeden Fall in die Planung einbeziehen, denn dieser sorgt dafür, dass die gebildeten Muskeln noch mehr Energie verbrauchen. Ein schlauer Kopf im Fernsehen meinte dazu, dass man durch Kraftsport mehr essen könne ohne zuzunehmen. Und wenn man die Nahrungsmenge unverändert lässt und dazu noch Muskeln aufbaut, würde man sogar automatisch abnehmen. Verlockend…

Also: Laufschuhe gekauft, eine für den Anfang zwei Kilometer lange Strecke gewählt und locker losgejoggt. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich zu Beginn an elendigen Muskelkatern litt. Mit der Zeit ging’s besser; es machte und macht mir aber immer noch keinen richtigen Spaß – ich seh’s mehr als notwendiges Übel. Parallel dazu fing ich an in unserem Firmen-Gym Gewichte zu stemmen.

Durch den Kraftsport und den Muskelschub musste ich meinem Körper eine erhöhte Eiweiß-Dosis zuführen. Zu dieser Thematik existieren unterschiedliche Meinungen (0,8 bis 1,8 Gramm Eiweiß je 1 Kilogramm Körpergewicht). Ich habe für mich entschieden, dass 1 bis 1,2 Gramm (also summa summarum 90 Gramm) ausreichen sollten und das nicht täglich, sondern nur an den jeweiligen Trainingstagen.

Ich entschied mir ordentlich Harzer Käse reinzustopfen. Warum? Weil der Harzer so gut wie kein Fett, aber umso mehr Eiweiß enthält. Der gewaltige Nachteil: Er stinkt zum Himmel (und somit auch ich)! Also aß ich an Tagen, an denen (Kraft-)Sport angesagt war, brav bis zu vier Rollen Harzer… *würg*

Natürlich kann man sich vorstellen, dass ich den Harzer irgendwann im Regal liegen ließ, weil der bloße Anblick ausreichte, meine Magensäfte bedrohlich brodeln zu lassen.

Nach mehr als einem halben Jahr kann ich behaupten, den inneren Schweinehund erfolgreich bekämpft zu haben. Ich gehe bis zu dreimal wöchentlich ins Fitnessstudio (keine Bange, ich pumpe mich nicht auf, denn das gefällt mir absolut nicht). Sollte ich das zeitlich nicht schaffen, warten alternativ meine Laufschuhe auf mich, die mich auf einer sechs bis acht Kilometer langen Strecke begleiten.

Epilog

Januar 2014. Mein Gewicht bewegt sich zwischen 86 und 88 Kilogramm (stabil seit August 2013). Die Ernährungsumstellung ist weiterhin fester Bestandteil meines Lebens. Durch das Mehr an Bewegung dank meiner sportlichen Aktivitäten erlaube ich mir wieder Alkohol und den seltenen Besuch eines Fast-Food-Restaurants. Dann schiebe ich mir aber nicht drei, sondern nur einen Burger zwischen die Zähne. Und Pizza wird nicht mehr in Familiengröße, sondern im kleinen/mittleren Umfang geordert.

Zweimal brachte ich im vergangenen Jahr meine Klamotten zur Altkleidersammlung, da mir rein gar nichts mehr passte. Meine Konfektionsgröße bei Hosen fiel von 42 auf 34/36; bei T-Shirts von (X)XXL auf (X)L.

Im Herbst letzten Jahres war ich zwecks Blutbild erneut bei meiner Hausärztin vorstellig mit dem Ergebnis, dass mittlerweile alle Werte im grünen Bereich sind.

Sicherlich ist die Art und Weise, wie ich meine Ernährungsumstellung in den letzten 365 Tagen angegangen bin, keine mustergültige Lösung, aber vielleicht eine Anregung… Jede(r) muss für sich selbst den optimalen Weg zur Pfunde-Purzelei finden. Und sobald dieser Weg beschritten wurde und sich die ersten Erfolge einstellen, kann ich versprechen: Abnehmen macht Spaß!

In diesem Sinne: Frohes Neues und viel Glück beim Umsetzen der Vorsätze für 2014!