iOS-Jailbreak: Sieben kleine Anreize

Es sind die kleinen, feinen Helferlein, die mir Gründe genug liefern, warum ich mein iPhone per Jailbreak von Apples zu kurz geratener Leine befreie. Wer des öfteren die Pros und Cons eines Jailbreaks abwägt, findet vielleicht in diesem Beitrag den nötigen Anstoß, um endlich mit Evasi0n durchzustarten…

Neben dem „Schwergewicht“ und einem der Killerargumente für einen Jailbreak überhaupt – IntelliScreenX von Intelliborn – kommen auf meinem Apfelgerät nur Kilobyte-Winzlinge zum Einsatz, welche einige iOS-Unzulänglichkeiten (in meinen Augen) ausbügeln und die tägliche Nutzung erleichtern.

Bolt

Wieso ist iOS eigentlich nicht so clever und deaktiviert das Akku-Icon, wenn man zusätzlich die Prozentanzeige aktiviert hat? Braucht’s wirklich beide Informationen nebeneinander? Nein! Und deshalb habe ich Bolt am Start. Das Tool lässt das Icon verschwinden und zeigt nur die Prozentanzeige an – spart Platz und ich bin weniger genervt beim Blick auf mein Display.

Bolt

Icon Renamer

Seien wir mal ehrlich: Im Laufe der Zeit bedienen wir unsere Smartphones blind und wissen, welche Apps sich hinter welchem Icon verbergen. Warum dann noch den Namen darunter quetschen? Egal, ob aus ästhetischen Gründen oder um die absurd depperte Abkürzung des App-Namens zu ändern/löschen: Mit dem Icon Renamer kann man den App-Titel komplett entfernen und das Icon für sich sprechen lassen oder der App einen alternativen Namen verpassen. Kleiner Negativpunkt: Wer Ordnernamen löschen möchte, guckt in die Röhre. Diese Aufgabe kann das Tool nicht bewerkstelligen. Als Alternative sei HideMe erwähnt – jedoch kostenpflichtig und entfernt die Labels von Apps und Ordnern ausnahmslos.

Icon Renamer

SafeHouse

Wer kennt das nicht? Zuhause nimmt man sein iPhone etliche Male in die Hand, um Soziales zu checken, Nachrichten zu schreiben oder ein Spielchen zu zocken. Doch ohne den Entsperrcode einzugeben läuft nix. Eigentlich doof, wer sollte denn schon in den eigenen vier Wänden bestohlen werden? Und es ist unpraktisch, den Code zuhause zu deaktivieren und beim Verlassen des Hauses wieder einzurichten. Aus dieser Misere hilft SafeHouse: In der App wird der Name des Heim-WiFi (oder eines anderen, vertrauenswürdigen WiFi) hinterlegt und sobald man sich in dessen Bereich befindet, wird der Entsperrcode schlafen gelegt und das iPhone lässt sich ohne Eingabe einschalten. Verlässt man das WiFi, wird der Entsperrcode wieder aktiv. Ungemein praktisch! Wer mehr als ein WiFi „vertrauenswürdig“ nennt, darf zur kostenpflichtigen Version upgraden, in der sich bis zu fünf WiFi-Namen hinterlegen lassen.

SafeHouse

Zeppelin

Zeppelin von Alex Zielenski nutze ich, weil mir die permanente Anzeige des Provider-Namens auf den Zeiger geht. Schließlich weiß ich doch, bei wem ich monatlich für die Datennutzung zur Kasse gebeten werde. Entweder blendet man die Anzeige komplett aus oder darf aus einer überschaubaren Anzahl mehr oder minder gelungener Logos eine Alternative wählen.

Zeppelin

FolderCloser

Bei der Masse an Apps, die sich mit der Zeit auf einem Smartphone tummeln, ist das Ablegen in Ordnern eine willkommene Gelegenheit um halbwegs Ordnung zu schaffen. Was mich seit Anbeginn der Ordner-Einführung ärgert, ist die Tatsache, dass der Ordner nach dem App-Start geöffnet bleibt. Somit muss ich ihn nach dem Verlassen der App erst schließen, wenn ich durch meine Homescreens scrollen möchte. Ein unnötiger Klick, der nicht sein muss. FolderCloser macht nichts anderes als den Ordner, aus dem ich eine App starte, automatisch zu schließen und mich von dieser lästigen Pflichtübung zu entbinden. Kommt als „Fire & Forget“-App daher: Es müssen keine Einstellungen vorgenommen werden und entsprechend wird auch nirgends ein App-Icon zu sehen sein.

ShowCase

Eine smarte Erleichterung beim Arbeiten mit der iOS-Tastatur liefert ShowCase. Das Helferlein bricht die starre Anzeige ausschließlicher Majuskel auf dem Keyboard auf und wechselt (je nach Einsatz der Umschalt- beziehungsweise Feststelltaste) das Tastatur-Layout zwischen Groß- und Kleinbuchstaben und reduziert somit die Wahrscheinlichkeit fehlerhafter Eingaben.

SwipeSelection

Statt umständlich in einem Text den Cursor pixelgenau zu platzieren, um Korrekturen vorzunehmen, nutzt man fortan SwipeSelection und verbleibt auf der Tastatur zum Navigieren. Damit ihr ein besseres Verständnis davon bekommt, schaut euch das Video an.

Das waren sie: Meine sieben Gründe für einen Jailbreak, die mir erlauben, mein iPhone so zu nutzen, wie ich es möchte – und nicht wie Apple meint, es mir durch seine starre „Walled Garden“-Politik vorschreiben zu müssen.