steini.meThat’s me! ;-)

Das Synology Event 2017 in London

Alle Jahre wieder lädt Synology zu lecker Häppchen und mehr oder weniger interessanten Präsentationen ein. Statt mich abermals in Düsseldorfs CCD einzufinden, sitze ich dieses Mal in einem Konferenzsaal im Westen Londons und höre mir an, was der kleine DSM-Versionssprung zu bieten hat.

Synology Event 2017

Standesgemäß wird das Event mit Marketing-Sprech und den üblichen Lobhudeleien eingeleitet. UK Managing Director Yi-Lin Huang verkündet stolz, dass die Leser der PC Pro Synology erneut zum „NAS Vendor of the Year“ wählten. Nach Zahlen und Superlativen Huangs betritt Jeremie Francois (Sales Administrator) die Bühne und gibt einen Ausblick auf die neuen, im kommenden DSM 6.1 enthaltenen, Collaboration Features.

Private Cloud: Die Collaboration Suite des DSM 6.1

Das bereits verfügbare Spreadsheet wird durch weitere Applikationen ergänzt, so dass sich der DSM noch mehr für Teamaufgaben empfiehlt. Hinzu kommen eine Textverarbeitung namens Documents, ein Kalender, ein aufgebohrtes MailPlus und ein Chat.

Die Ähnlichkeiten zu den Angeboten von Google und Apple sind nicht zu übersehen, allerdings ist es auch nicht zwingend vonnöten das Rad neu zu erfinden (meine Meinung).

Bis auf MailPlus, welches ab fünf Konten eine kostenpflichtige Lizenz erfordert, können die anderen Applikationen gratis genutzt werden.

Chat

Der DSM bietet nun eine sehr an bekannte Messenger wie Slack und WhatsApp erinnernde Chatfunktion. Mit Features wie Stickers, Thumbnail-Vorschauen und einer optionalen Verschlüsselung werden die Channels (Gruppen-Chats) und Conversations (private Unterhaltungen) aufgepeppt. Aktiviert man die Verschlüsselung, sind diese Unterhaltungen nicht mehr durchsuchbar und werden auch nicht für die Universal Search (dazu später mehr) indexiert.

Interessant ist die Integration von Webhooks: das Absetzen von „weather london“ gibt beispielsweise die gegenwärtige Wetterlage aus.

Weitere Features des Chats: File Sharing, Foto-Uploads, Hashtags sowie Unterstützung für iOS und Android.

Documents

Documents ist ein Word-ähnlicher Prozessor, der gängige Formate im- und exportieren kann sowie das gemeinsame Bearbeiten erlaubt. Wer sich mit Google Docs auskennt, wird hier keine Überraschungen erleben und kann sofort loslegen.

MailPlus

Die Mail-Applikation ist um einige Funktionen erweitert worden. So können nun Exchange-Konten sowie die Konten größerer Anbieter einfach(er) integriert und zentralisiert werden. Des weiteren werden extern verwaltete Kontakte (zum Beispiel bei Google) auf Wunsch synchronisiert. MailPlus fügt sich zudem nahtlos in die Kalender-Applikation ein.

Calendar

Gruppenkalender, Erinnerungen und das öffentliche Teilen sind wenig überraschende Funktionen einer Kalender-Applikation. Interessanter ist da schon der CalDAV-Support und die Möglichkeit den Google-Kalender zu importieren.

Synology Event 2017

Weitere Neuerungen

Universell suchen

Die Suchfunktion hat ein mächtiges Upgrade erfahren. Die neue „Synology Universal Search“ durchsucht nun wirklich alles, was sich an Informationen in Applikationen und Ordnern des Dateisystems tummelt. Dabei soll der Suchprozess um ein Vielfaches schneller als ElasticSearch sein und zudem noch ressourcenschonender arbeiten. Darüber hinaus lässt sich festlegen, welche Inhalte von der Suchfunktion ignoriert werden sollen.

USB Copy 2.0

Das stumpfe Kopieren eines angeschlossenen Datenträgers gehört der Vergangenheit an. Ein als Package daherkommendes Interface unterstützt fortan das selektive Auswählen bestimmter Inhalte, bietet Im- und Export und benachrichtigt pro-aktiv beim Hotswapping.

Presto

Basierend auf dem exklusiven und wesentlich schneller als TCP arbeitenden SITA-Protokoll (Synology Internet Transfer Accelerator) soll Presto den Dateitransfer revolutionieren. Bereits an Bord sind AES-Verschlüsselung, gesicherte Authentifizierung via TLS/TCP, das intelligente Umschalten zwischen SITA und TCP sowie eine Kompression des Datentransfers. Man darf gespannt sein…

Surveillance Station 8.0

Eine gründliche Überarbeitung erfährt die Surveillance Station mit ihrem nächsten Major Release: Die umständliche (Stichwort: NPAPI) und träge zu bedienende DSM-Applikation wird durch einen nativen Client für PC und später auch Mac ersetzt. Die Demonstration der neuen Software sah vielversprechend aus.

Synology Event 2017

Hardware-Neuheiten

Billy Knowles (Sales Manager) berichtet über die Neuheiten im Hardware-Bereich.

FlashStation FS3017

Die von der diesjährigen Computex bekannte FlashStation ist ein 24-Bay-SSD-NAS mit zwei 10GB-Ethernet-Ports. Sie wird durch zwei Intel-6-Core-Prozessoren (E5-2620) befeuert. Der Arbeitsspeicher lässt sich auf bis zu 512 GB erweitern.

Die Existenz dieser Hardware begründet man mit den stetig fallenden Preisen für SSDs (gegenwärtig US$ 0.80 pro Gigabyte).

Router RT2600ac

Wenig überraschend erfuhr der letztjährig eingeführte Router ein Upgrade: Zwei WAN-Ports, ein 1.7 Dual-Core-Prozessor und Beamforming-Unterstützung sind die Neuerungen gegenüber dem Vorjahresmodell. Der RT überträgt 2600 Mbit/s (brutto) via 802.11 b/g/n und 802.11 a/n/ac kumuliert.

Das Router-VPN unterstützt nun neben den gängigen PPTP, OpenVPN und L2TP/IPSec auch SSTP, SSL VPN und Web VPN – letzteres unterstützt die Browser von Microsoft (Edge und IE), Google und Opera und benötigt keinerlei Software-Installation.

RackStation RS4017xs+

Die neue RackStation ist das erste 16-Bay-NAS von Synology, befeuert wird die Einheit von einer Intel Xeon D-1541 8-Kern CPU und ist standardmäßig mit 16GB RAM ausgestattet (erweiterbar auf bis zu 64GB). Zwei eingebaute 10Gbase-T-Ports sollten für mehr als ausreichende Performance im Netzwerk sorgen.

Synology Event 2017

Synology Cloud

Speziell auf Backup- und Disaster-Recovery-Aufgaben zugeschnitten ist Synologys neue Cloud.

Für die Backup-Backup-Funktionalität werden Optionen für Personal- (zwischen 100GB und 1TB) und Business-Anwender (ab 1TB) angeboten (Preise ausstehend). Ein Leckerli der Business-Lösung ist die Versionierung von maximal 65535 Versionen in einem Zehn-Jahre-Konzept. Die sich an Privatanwender richtende Lösung basiert auf einem 30-Tage-Konzept mit einer siebenmal täglichen und viermal wöchentlichen Versionierung.

Natürlich bringen Backups auf externen Datenträgern nicht viel, wenn sich diese, wie das NAS-System, unter dem gleichen Dach befinden. Im Fall eines Feuers oder Diebstahls sind Backups sowie Originale hinüber. Hier kommt der „Site Recovery“ getaufte Offsite-Schutz ins Spiel: Stündliche Wiederherstellungspunkte werden in die Synology Cloud geladen und können von dort rasch im Fall des Falles zurückgespielt werden.

tl;dr

Natürlich, wie immer, die Antwort auf die wichtigste Frage, ab wann es den neuen DSM 6.1 geben wird: Keine Ahnung. ;-) Aber die Beta wird im Lauf des heutigen Tages erscheinen. Die Beta der Surveillance Station samt Client kommt am 18. Oktober und eine Veröffentlichung der Cloud-Beta ist derzeit noch ohne Termin.

Das Synology-Launch-Event 2016 in D’dorf

Zum mittlerweile fünften Mal lud das taiwanesische Unternehmen Interessierte aus Consumer- und Business-Bereich zum diesjährigen Synology Event, um einen ersten Blick auf den großen DSM-Versionssprung zu gewähren und Neuheiten wie den RT1900ac sowie MailPlus vorzustellen. Um den Präsentatoren entsprechend Zeit einzuräumen, wurden die Türen des Düsseldorfer CCD bereits am Vormittag geöffnet. Ein Bericht eines langen, aber keineswegs langweiligen Tages…

Synology Event 2016

Nach Anmeldung und Empfang der obligatorischen Begrüßungstüte mit Goodies und Werbematerial vertrieb man sich die Zeit bis zum Beginn bei Kaffee, belegten Brötchen und anderen leckeren Kleinigkeiten.

Das Event wurde pünktlich um zehn Uhr durch Marketing Executive Sabine Brückner eröffnet, die nach einer kurzen Ansprache ans Syno-Volk das Zepter, äh Mikro, an die anwesenden Partnerunternehmen weiterreichte: Sascha Bosen von Seagate stellte das neue Festplatten-Portfolio für NAS-Systeme vor.

Während im letzten Jahr noch Axis Überwachungskamera-Neuheiten zeigen durfte, so debütierte dieses Jahr ABUS – vertreten durch Dennis Hoffmann, der den Anwesenden am Vormittag einen „Guten Abend!“ wünschte. ;-)

Achim Schuster von HGST (ehemals Hitachi, seit 2012 Teil von Western Digital) stellte, welch Wunder, ebenfalls NAS-Festplatten vor. Zu guter Letzt referierte Kingstons Andreas Scholz über sein Unternehmen und das zugehörige Line-up.

Wer’s noch nicht wusste: Synology Deutschland ist seit kurzem auch auf Facebook vertreten. Die Kontaktaufnahme sollte jetzt einfacher sein – man las im Synoforum öfters mal Klagen, dass dies nicht so leicht sei…

Dann ist Managing Director Vic Hsu dran: Er ist total „excited“ und hat „a lot of news“ für uns. Während im letzten Jahr die Conference in 15 Ländern mit 4000 Besuchern stattfand, so zählte man dieses Jahr 18 Länder mit mehr als 5000 Besuchern. Ordentlich! Und natürlich betont er, dass Synology in Deutschland noch immer die Marktführerschaft der NAS-Hersteller innehat.

Synology Event 2016

„Synology evolves“

Nach Herrn Hsu kommt „Styla“ auf die Bühne und verkündet den Wandel – die Produkt-Evolution – vom Ein- zum Multiprodukthersteller (dazu komme ich später).

Das Beta-Programm

Ab diesem Jahr wird es ein überarbeitetes Beta-Programm geben. Die DSM-Releases finden jährlich mit einer sechsmonatigen Beta vorweg statt. Die sechs Monate sind in Zwei-Monats-Schritte unterteilt: Nach Beta-Phase 1 folgt Beta-Phase 2, dann der Release Candidate, der den Weg zum Official Release ebnet. Der Hintergrund: Man möchte den Prüfumfang erweitern, mehr Nutzer-Feedback sammeln und ein besseres Qualitätsmanagement abliefern.

Gut zu wissen: Automatische Installationen (also das selbständige Aktualisieren des DSM) beziehen sich ausschließlich auf offizielle Releases – nicht auf die Betas. Somit braucht niemand zu befürchten, dass sich ein Produktiv- plötzlich in ein Testsystem „verwandelt“.

Was mich als IT-Security-Mensch besonders freut: Die Releases lässt Synology vorab durch Qualys prüfen, um einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten und das Vertrauen der Kunden zu stärken.

Was gibt’s Neues beim DSM6?

DSM6 wird die 64-Bit-Architektur vollständig unterstützen. Somit können erstmalig mehr als 4 GB RAM für einen einzelnen Prozess verwendet werden. Darüber hinaus wird der DSM für eine verbesserte Systemstabilität und mehr Flexibilität weiter modularisiert. Der Paketdienst wird ebenfalls modularisiert, so dass eine Unabhängigkeit von Systemupdates geschaffen werden kann.

SSD-Cache

Der SSD-Cache erfährt ebenfalls eine Verbesserung: Die IO-Performance wurde gesteigert; die Größe erweitert (bei 30 GB RAM sind theoretisch 40 TB Cache möglich) und durch die PIN-Technologie feuert auch iSCSi mit 50 Prozent mehr Leistung.

Barrierefreiheit

Der DSM wird einen verbesserten Support für Blinde und Sehbehinderte erhalten und für NVDA-Screenreader optimiert. Vorbildlich und längst überfällig.

btrfs

Bis dato war btrfs nur für Modelle der xs(+)-Serie zu haben – mit der 6er werden auch die „Kleinen“ (DS415+, 1515+, 1815+ …) bedient und dürfen von einem verbesserten Desaster-Management, einem lokalen (Snapshots für LUN und Ordner) sowie einem Remote-Datenschutz (Snapshots und Replikation) profitieren. Letzterer erlaubt, dass Snapshots beispielsweise alle fünf Minuten zu einem anderen Standort ausgelagert werden; für große Snapshots wird auch der Im-/Export durch eine Sicherung auf externen Datenträgern unterstützt, so dass man seine Terabytes für eine Initialsicherung nicht mehr übers Internet schieben muss. Und schließlich ist auch ein Failover zum Replikationsstandort möglich (ein Test-Failover für Desaster-Übungsfälle lässt sich ebenfalls einrichten).

Synology Event 2016

DSM6-Networking

Load Balancer

DSM 6.0 bringt einen Lastausgleich mit, der mittels benutzerdefiniertem Algorithmus bestimmt, wie die Pakete im Netzwerk auf mehrere Systeme aufgeteilt werden. Der Gesamtdurchsatz des Systems (Scale-out der Backend-Server) wurde weiter optimiert. Load-Balancing wird es für die xs(+)-Reihe geben.

Intrusion Detection & Prevention

Um den verstärkt auftretenden Netzwerk-Angriffen Herr zu werden, wurde im neuen DSM ein IDS sowie IPS integriert. Während sich das erstgenannte System passiv um Überwachung und Analyse von Netzwerkpaketen kümmert, in dem es Kontroll-Logs anlegt und mit einer Datenbank abgleicht, ist Zweitgenanntes aktiv zwischen Firewall/Gateway und NAS platziert und verwirft („dropped“) risikoreiche Pakete. Damit man den Überblick über die abgelehnten Pakete behält, werden umfangreiche Statistiken und Suchfilter mitgeliefert. Da der Netzwerkverkehr durch das System fließen muss, sind logischerweise zwei LAN-Ports vonnöten, sonst wird das nix.

Implementierung von IEEE 802.1X

Dank IEEE-802.1X-Implementierung wird ein Standard zur effektiven Verwaltung von Zugriffsberechtigungen in lokalen Netzwerken eingeführt. Dies stellt die lokale Netzwerksicherheit und den Schutz sämtlicher Berechtigungen sicher. Dabei kann das NAS als authentifizierender Client agieren.

Synology MailPlus

Mit MailPlus wird ein neuer Mail-Dienst samt mobiler App eingeführt. Zu den Features gehören Wischgesten, Multizeilenansicht, anpasspare Themes, verzögerter Versand, Antwort-Templates, Labels für Mailattribute, Filterregeln und ein Cache-Mechanismus.

Der zugehörige Mailplus Server beinhaltet einen Lastausgleich und ein „Aktiv-Aktiv-Cluster“ zur Sicherstellung eines ununterbrochenen Dienstes. Hinzu kommen Spamfilter und Inhaltsschutz (Genehmigung des Versandes durch definierte Dateitypen oder Schlagwörter) und ein neues Lizenzmodell, auf das nicht näher eingegangen wurde. Während der Beta-Phase wird man den Server jedenfalls unlimitiert nutzen können.

Virtualisierung mit Virtual & Docker DSM

Es wird „vollständige virtuelle“ (Virtual DSM) und „lightweight“ (Docker DSM für DataCentre-Betrieb) Instanzen geben. Der „Virtual DSM Manager“ verwaltet mehrere Hosts (Cluster-Verbund) inklusive unterbrechungsfreier Echtzeit-Migration der Instanzen. Für jede Instanz findet eine flexible Ressourcen-Allokation (für CPU, RAM und Netzwerk) statt und kann dynamisch nach Bedarf erweitert werden.

Der Virtual DSM kann unterschiedliche DSM-Versionen betreiben; der Docker DSM unterstützt btrfs (mit Ordner-Quota und Instanz-Replikation).

Der RT1900ac

Noch in diesem Jahr wird der neue Netzwerkrouter RT1900ac veröffentlicht. Für geschätzte 150 Euro erhält man unter anderem bis zu 1900 Mbps WiFi-Geschwindigkeit (theoretisch), 802.11a/b/g/n/ac-Unterstützung, 1 GHz Dual Core CPU (Broadcom BCM58622), 4 GB eMMC Flash-Speicher, ein SDXC-Kartenslot sowie einen USB 3.0 Port.

Dank „Beamforming“ soll eine 30 Prozent höhere Performance der Signalstärke durch eine zielgerichtete Signalausstrahlung erreicht werden. Als Netzwerktools sind Ping, Traceroute und Wake on LAN via QuickConnect (automatisches Einschalten bei Zugriff über QuickConnect) an Bord. Dazu kommen exklusive Add-ons im Paketzentrum und die „DS Router“-App.

So weit, so Standard und keine Alternative zu eierlegenden Wollmilchsäuen wie den AVM-Flagschiffen, da VoIP und DECT für diesen Router Fremdwörter sind.

CloudStation Suite

Maxim Lisnowski von Synology preist die neue CloudStation Suite an, welche sich in drei Anwendungen splittet:

CloudStation Drive

Das Drive wird die gegenwärtige CloudStation ersetzen; flexiblere Einstellungsmöglichkeiten wie dem Synchronisieren bestimmter (Unter)ordner oder dem Sync zwischen mehreren mit einem gemeinsamen Ordner (für Familien und deren PCs) lassen aufhorchen. Darüber hinaus bringt das Drive Anpassungen für das Business-Umfeld mit: Privilegien (per Gruppe/IP), Zweifaktor-Authentifizierung, Einmalkennwörter, Synchronisation ohne zwingende Bindung ans User-Home-Verzeichnis und Snapshots gesperrter Dateien.

Nett: Die Leistung bei der Bearbeitung kleiner Dateien wurde um den Faktor 9 (korrekt: 8,7) verbessert und die gleichzeitigen Datentransfers auf 10000 erhöht – dies jedoch nur bei der xs(+)-Reihe.

CloudStation Backup

Die neue Echtzeit-Backuplösung für den PC: Im Gegensatz zu herkömmlicher Backup-Software, welche die Wiederherstellungspunkte zu unflexibel setzen, wird hier eine Sicherung direkt nach einer Dateiveränderung durchgeführt. Weitere Features: Inkrementelle Backups, Sicherung mehrerer PCs und Dateifilter (nach Name, Größe und/oder Erweiterung).

Multiversions-Backup (aka TimeBackup)

Das „neue alte“ TimeBackup ist (wieder) voll integriert, werkelt aber nicht mehr datei-, sondern blockbasiert. Deshalb kann schon nach acht Backups das Siebenfache an Speicherplatz eingespart werden. Das Limit unterschiedlicher Versionen wurde auf 65535 Wiederherstellungspunkte angehoben. Multiversions-Backup wird für externe Festplatten, lokale gemeinsame Ordner, rsync-kompatible Server sowie Public Clouds verfügbar sein.

Für eine schnelle Erstsicherung können Backups exportiert und über externe Festplatten transportiert werden. Auf dem Zielspeicher werden diese importiert und neu verknüpft. Möchte man doch via Internet sichern, kann man sich auf eine Übertragungs- und clientseitige Verschlüsselung verlassen.

Und: Es werden mehr Cloud-Speicher unterstützt, wie zum Beispiel Amazon Cloud Drive, Swift oder Google Cloud Storage.

CloudStation ShareSync

Hierbei handelt es sich um einen Echtzeit-Sync mit Geschwindigkeitsbegrenzung und Sync-Privilegien zwischen zwei NAS. Der Transfer zwischen den Geräten wird standardmäßig verschlüsselt.

Produktivität und Multimedia

Synology SpreadSheet

Wer Spreadsheet von Google kennt, kennt im Grunde auch schon diese neue Applikation von Synology. SpreadSheet lässt Teams gemeinsam an Tabellen arbeiten. Formeln kann man auch verwenden. Das war’s dann schon.

Volltextindex und -suche in FileStation

In der DSM6-FileStation sind bis zu 700 Formate durchsuchbar (wenn man dies möchte; die Indexierung kann deaktiviert werden). Auch Multimediadateien werden indiziert. Mit einem aufgebohrten Document Viewer lassen sich die gefundenen Dateien direkt in der FileStation betrachten. Plus (für einige sicherlich ein Minus): Apples Spotlight wird ebenfalls unterstützt.

Dateianfrage

Hatte ich bis hierher die leise Hoffnung, dass Synology den „Social Features“ weniger Beachtung schenkt, so wurde ich nun eines besseren belehrt: Beliebige Ordner in der FileStation lassen sich zu sogenannten „Buckets“ umfunktionieren. NutzerInnen ohne NAS-Account erhalten die Möglichkeit Dateien in die Buckets hochzuladen, um so die Fotos und Videos der letzten Familienfeier kollaborativ zusammenzutragen. Drag’n’drop, sicheres Teilen mit Ablaufdatum und Passwort runden diese neue Funktion ab.

NoteStation

Für Googles Chrome Browser wurde die NoteStation um einen Offline-Modus erweitert. Die WebClipper-Erweiterung bekommt einen Gmail-Support – mit einem Klick lassen sich E-Mails speichern. Cooles Feature: Tabellen können ziemlich komfortabel in Diagramme umgewandelt werden. Auch ein an PowerPoint erinnernder Präsentationsmodus ist neu dabei.

Video Station

Revolution! Das Icon der Video Station wurde rot eingefärbt. ;-) Ein neues Interface ist ebenfalls auf dem Weg. Neben der üblichen Echtzeit-Transkodierung gibt es nun eine Offline-/Vorabtranskodierung, so kann man Filme vom NAS transkodieren lassen und sie offline im Urlaubsflieger gucken. NASen, die aufgrund ihrer schwachen Power keine Echtzeit-Transkodierung abliefern können, werden trotzdem in der Lage sein offline zu transkodieren. Das kann zwar ein paar Stunden bis Tage dauern, aber hey, es geht nun auch mit der J-Klasse…

Die „DS Video“-App erscheint für alle Windows-10-Geräte.

PhotoStation

Für Fotografen und „Sharer“ supernützlich: Bevor Fotos geteilt werden, kann man diese mit einem Wasserzeichen direkt in der PhotoStation versehen. Alben und Fotos können auf jeder Website eingebunden werden und auch hier: die zugehörige „DS Photo“-App wird auf allen Win10-Geräten gangbar sein.

Sowohl DS Audio als auch DS Note sind über die Apple Watch bedienbar.

Synology Event 2016

Notiz für den nächsten Besuch

Ohrstöpsel mitbringen! Wer in der etwas zu lang geratenen Mittagspause mit leckerem Essenangebot zu früh in den Tagungssaal zurückkehrte (oder gar nicht erst aufstand), betete sich den Fortgang der Veranstaltung geradezu herbei: Ein in einer „Warteschleife from Hell“ dudelndes und von einem Vierjährigen komponiertes Elektro-08/15-Stück raubte auch den Resistentesten den allerletzten Nerv. Nach maximal 37 (gerundeter Wert: 90 Minuten Pause dividiert durch 2:28 Minuten Höllenjingle-Spieldauer ohne Verlassen des Saals) Wiederholungen ging’s mit Niklas Poll und Hardware-Neuheiten für Consumer und Business weiter…

DS216play

Das neue Multimedia-NAS kommt mit 4K-Transkodierung (3840x2160) und H.265-Codec-Support (HEVC) dank Dual Core 1.5 Ghz CPU mit einem Gigabyte RAM. Bei Hibernation verbraucht es dezente 6,83 Watt.

DS716+

Ebenfalls mit 4K-Transkodierung (3840x2160) an Bord. Hinzu kommt eine rasante Hardwareverschlüsselung, welche bis zu 160 Prozent schneller als auf vergleichbaren Systemen arbeitet. Im Gehäuse schuftet ein 1.6 GHz Quad Core mit 2 GB RAM.

Der Rest vom Fest

Im (für mich) weniger interessanten Business-Umfeld wurden neben der Präsentation von Business-Use-Cases und Praxisbeispielen für die Kameraüberwachung mit der bereits erhältlichen Beta der Surveillance Station 7.1 noch Hardware vorgestellt.

RC18015xs+ und RXD1215sas

Für eine Hochverfügbarkeit teilen sich im Business-Bereich zwei Recheneinheiten (RC18015xs+) den Storage (RXD1215sas). RC18015xs+ wird durch einen 3.3 GHz Quad Xeon und 8GB ECC (32 GB maximal) befeuert und wird mit redundanten Netzteilen und Lüftern ausgeliefert. Beim RXD1215sas ist hingegen alles redundant aufgebaut (Netzteile, SAS Expander und Lüfter).

NVR216

Die Kombi aus VisualStation und 2-Bay-NAS ist eine Standalone-Surveillance-Lösung mit 1080p HDMI fürs lokale Display. Weitere Merkmale: zwei USB 2.0 und ein 3.0 Port, ein Audio In/Out und schmale 15 Watt Verbrauch im 24/7-Betrieb. Bis zu neun IP-Kameras werden unterstützt und vier Kameralizenzen werden mitgeliefert.

VS360HD

Eine kompakte, PC-unabhängige Live-Ansicht und Wiedergabe-Lösung für Surveillance auf 36 Kanälen mit je zehn FPS und 720p (1080p ist ebenfalls möglich). Zur Auswahl stehen HDMI und VGA. Das Ganze ist VESA-konform und kann in Umgebungen zwischen -20°C bis 50°C eingesetzt werden. Zum lüfterlosen Design gesellen sich schlappe fünf Watt Verbrauch im laufenden Betrieb.

Fazit

Für Nutzer aktueller NAS-Systeme erweitert Synology mit dem DSM 6.0 die Möglichkeiten sowohl im Consumer- als auch im Business-Bereich sinnvoll. Wer bereits mit Google- oder Apple-Produkten vertraut ist, wird sich mit dem Look & Feel der neuen Synology-Apps sofort zurechtfinden. MailPlus und das ausgebaute Sicherheitskonzept mit IDS und IPS machen eine gute Figur; mit dem Netzwerkrouter fügt Synology eine interessante Hardware zu seinem Portfolio hinzu, die es jedoch gegen die etablierte Konkurrenz schwer haben wird.

Leider bleiben leistungsschwache NASen außen vor und werden nicht mehr mit dem 6er-Release beglückt; sie werden aber weiterhin mit Sicherheitsupdates im aktuellen 5er-Zweig (oder darunter) bedient.

Die Beta des DSM 6.0 erscheint in der ersten Oktoberhälfte.

Synology Event 2016

Review: Mad Max – Fury Road

„Never believe the hype“ – wie wahr! Aufgeputscht durch fantastisch aussehende Trailer konnte ich es kaum abwarten den vierten Mad Max endlich auf der großen Leinwand zu sehen. Nun, zwei Tage danach, weiß ich noch immer nicht so recht, ob mir der Film gefallen mag…

Wie immer gilt: JavaScript einschalten, damit nicht unbeabsichtigt gespoilert wird…

Ja, ich war heiß auf diesen Film! War es doch längst an der Zeit, dass ein Reboot, Sequel, Prequel oder was-auch-immer den vor dreißig Jahren die Trilogie beendenden Tina-Turner-Weichspüler-Quatsch vergessen macht und eine neue Generation Kinogänger sich von der dystopischen und mit allerlei schrägen Charakteren bevölkerten Endzeit berauschen und mitreißen lässt.

Mad Max: Fury Road

Dass der vor zwei Monaten 70 Jahre alt gewordene George Miller, welcher ebenfalls für die zum Kult gewordenen Mad Max (1979) und Mad Max: The Road Warrior (1981) und die bereits erwähnte Gurke Mad Max Beyond Thunderdome (1985) verantwortlich zeichnete, wieder im Regiestuhl Platz nahm und trotz Jahren in der Entwicklungshölle und anderer Schwierigkeiten tatsächlich einen vierten Mad Max in die Kinos bringen sollte, ließ Fans aufhorchen und berechtigt hoffen, dass die Fury Road zurück zu den Wurzeln des einst von Mel Gibson stoisch gespielten und wortkargen Helden führen würde.

Die „Handlung“

In einer postapokalyptischen Zukunft hilft Mr. Rockatansky (Tom Hardy) gezwungenermaßen der einarmigen Imperator Furiosa (Charlize Theron) eine Fuhre unfreiwilliger „Gebärmaschinen“, die direkt vom Laufsteg der letzten „Victoria’s Secret“-Show gehüpft zu sein scheinen, dem Tyrannen Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne, der Toecutter des ersten Teils) zu entreißen und ihnen zu einem Leben in Freiheit zu verhelfen. Das wollen Joe und seine Schergen, die „War Boys“, samt verbündeter Banden verhindern und verfolgen Max’ und Furiosas Tanklastzug durch die Wüstenödnis…

Mad Max: Fury Road

Furiosa Road

Dass die Handlung auf eine halbe Serviette passt: Geschenkt. Bei einem Mad-Max-Film erwartet man keine Oscar-reifen Monologe oder Method Acting vom Feinsten. Aaaber: Was, bitte schön, hat man sich dabei gedacht, den titelgebenden Helden zu einem grummelnden Stichwortgeber zu degradieren und die Minimalhandlung auf Furiosa und ihre Modelgarde auszurichten?

Ist dies der Versuch das benzingetränkte Roadmovie einer weiblichen Kinoschar schmackhaft zu machen, weil man nicht Tom Hardys alleiniger Wirkung vertraut? Oder will man den Furiosa-Charakter einführen, damit diese in einem Spin-off auf weiblichen Max machen darf?

Auch Mel Gibson war kein Freund längerer Phrasen oder knackiger One-liner, aber seine ersten beiden Ausflüge durch eine verwahrloste Welt, in der die brutale Jagd nach Benzin und Wasser über allem anderen steht, waren hundertprozentig auf Max Rockatansky zugeschnitten – ganz im Gegensatz zum desaströsen dritten Teil, der sich zu sehr auf Tina Turners „Aunty Entity“ konzentrierte und einem Mainstream-Publikum gefallen wollte.

Mad Max: Fury Road

Style over Substance

Filme wie diese leben nicht von einer ausgefeilten Storyline. Brauchen sie auch nicht. Vor Charakterzeichnung und -entwicklung steht (fast immer) die Action. Dennoch wäre es schön nicht nur in vage dargestellten Flashbacks zu sehen, warum Max mad wurde.

Um die Logik sollte man sich nicht scheren, will man sich den Spaß an der überbordenden Crash-Orgie nicht versauen (offensichtlich hat man auch in der zweiten Generation nach der Apokalypse noch genügend Benzin für die spritfressenden Vehikel und sogar Treibmittel für die den War Boys kurz vor ihrem Eintritt ins Walhalla verabreichte silberne Droge).

Eine Dramaturgie sucht man vergebens: Der rote Faden (die „Verfolgungsjagd“) ist zwar vorhanden, aber viel zu dünn, als dass dieser für eine Portion Spannung sorgen könnte. Es wird wohl ein Geheimnis Millers bleiben, weshalb er die imposantesten (und bereits aus den Trailern bekannten) Szenen in den ersten beiden Film-Dritteln zeigt.

Nachdem Max und Furiosa erst gegenseitig versuchen sich die Köpfe einzuschlagen, gelingt dies bei ihren Feinden umso besser und die Beiden kommen dabei derart (über)mächtig rüber, dass man sich nicht darum kümmern muss, ob sie die Story überleben – höchstens: wie.

Durch das Abhanden sein der Entwicklung bei den Charakteren ist einem auch das Dahinscheiden selbiger vollkommen egal. Der Film heuchelt gar nicht erst das Erwecken jedweder Gefühle beim Zuschauer.

In einem Punkt funktioniert Fury Road, der die Essenz eines jeden Mad-Max-Films darstellt: den Stunts! Wenn sich Blech in Blech wickelt, die überschlagenden Fahrzeuge in gewaltigen Feuerbällen aufgehen und sich so derb verprügelt wird, dass Otto Normal schon nach dem ersten Treffer ins Nirwana hinüberwandert, hüpft das Action-Fan-Herz. Es ist dem Film und seinen Machern hoch anzurechnen, dass wenig CGI, dafür aber Heerscharen an Stuntmen eingesetzt wurden, um das Gezeigte für den Zuschauer so „spürbar“ wie nur irgend möglich zu machen. Leider muss ich anmerken, dass trotz handgemachter Stunts diese irgendwann ob ihrer Häufigkeit ermüden und teilweise sogar beginnen den Betrachter zu langweilen.

Unterstrichen werden die bombastischen Szenen durch einen (im positiven Sinne) fies-derben Soundteppich: Die grollenden Bässe hämmern aus allen Richtungen, wenn die Gaspedale der PS-starken Maschinen durchgetreten werden und die Jagd auf den Furiosa-Tross beginnt. Bei Crashs und Explosionen wird man förmlich in den Kinosessel gepresst und spürt fast schon physisch jeden einzelnen Hieb und Tritt in Magengrube und Gesicht der Darstellerschar. Auch der Soundtrack des Holländers Junkie XL gefällt und unterstreicht die opulenten Bildkompositionen Millers.

Mad Max: Fury Road

Weder Fisch noch Fleisch

Ich weiß es durchaus zu schätzen und honoriere, was Miller und seine Crew stunt-technisch auf die Beine gestellt haben und sich besonders auf die Wurzeln des zweiten Teils besinnt wurde. Was hier actionmäßig abgeht sucht seinesgleichen – sowohl, was im bisherigen Kinojahr zu sehen war als auch, und das behaupte ich kühn, was noch zu sehen sein wird.

Leider können die dünne Story, die lange Laufzeit und der auf Furiosa gerichtete Fokus dem Bild-Bombast nichts entgegensetzen und so bleibt unterm Strich ein storyloses, wenn auch perfekt choreografiertes, aber schnell langweilendes Stunt-Stakkato. Die Zeit wird zeigen, ob Miller einen modernen Klassiker oder einen dem Hype nicht gerecht gewordenen Aufguss (s)einer Action-Ikone geschaffen hat. Und vielleicht weiß dann sogar ich mit der Zeit, ob mir Fury Road letzten Endes gefällt – oder nicht…

Mad Max: Fury Road

Neues von der Synology Conference 2015

Bereits zum vierten Mal lud Synology zu einem Launch Event – nun „Conference“ genannt – gestern Nachmittag in Deutschland. Um dem stetig steigenden Interesse an dieser Veranstaltung Rechnung zu tragen, wurde die Besucherschar in den großen Saal 1 des CCD in Düsseldorf gebeten, um nicht nur einen Ausblick auf den kleinen Versionssprung zur DSM 5.1 Beta zu geben…

Synology Conference 2015

Der neue DSM 5.1

Pünktlich um 14 Uhr eröffnete – nach einer Einleitung durch Sabine Brückner – Managing Director Vic Hsu die „Synology Conference 2015“ mit einer an Alex Wang angelehnten, sprich: kopierten, Lobrede.

Im Anschluss gab Produktmanager (D-A-CH) Niklas Poll Einblick in die Neuerungen des DSM 5.1, dessen Beta-Version in diesem Monat erscheinen wird. Logischerweise wird der DSM noch benutzerfreundlicher. Unterstrichen wurde das durch ein neues Tutorial, welches dem Erstinstallateur beim Setup der DS unterstützt. Da die von Vielen geäußerte Kritik am DSM-Design der 5er nicht unerhört blieb, hat man fortan die Wahl zwischen Touch- und Klassikdesign zu wählen.

Der in modernen Browsern schon seit längerem integrierte Push von Nachrichten wird ebenfalls von der 5.1 auf Mac und PC unterstützt.

Synology Conference 2015

Note Station und DS note

Eine neue App wird mit DSM 5.1 ebenfalls eingeführt: Ein an Evernote angelehnter Notizblock, der das Speichern von AES256-verschlüsselten Notizen (samt Anhängen) in der eigenen Cloud erlaubt – eine Tagging-Funktion für simples GTD und eine Versionierung gibt’s obendrauf.

Für iOS und Android wird begleitend die App DS note erscheinen.

CardDAV

Neben Web- und CalDAV-Unterstützung gesellt sich CardDAV hinzu, um dem geneigten DSM-Benutzer die Möglichkeit zu geben sich von externen Lösungen wie Apples iCloud oder Google loszusagen.

Neue Video/Audio Station

Die Video Station erhielt eine komplette Überarbeitung in Sachen Performance und Design. Mittels neu eingeführter „Streaming-Links“ können Videos mit der Welt geteilt werden (ein entsprechender DSM-Account ist nicht mehr vonnöten). Neu integriert wurde die Option Untertitel von opensubtitles.org für das jeweilige Video einzulesen.

Nicht nur die Video, sondern auch die Audio Station bekam ein Facelift und einige neue Funktionen spendiert. Zu erwähnen wäre das Playlist-Sharing, mittels dessen man thematisch sortierte Listen definiert und diese mit anderen teilen kann.

Built-in Video-Player

Um dem umständlichen Hantieren von nicht-nativen Video-Inhalten auf iOS den Garaus zu machen, spendierten die Synology-Programmierer der App DS file einen eingebauten Video-Player. Werden in DS video auf iPhone oder iPad abgelegte Filme gestartet, so werden diese an DS file übergeben und dort abgespielt.

Neue Funktionen in DS photo+

Sowohl in die iOS- als auch in die Android-Version der App DS photo+ integrierte man eine an die Fotoverwaltung von Google+ angelehnte Infoleiste, die einiges mehr über die angezeigten Fotos verrät. Auch eine Verwaltung von Tags und Ortsangaben ist hinzugekommen.

Teilen, teilen, teilen

Durch Polls Präsentation zog sich das Mantra, das auch den Besuchern in der letzten Reihe unmissverständlich klar machte, dass man mit dem DSM 5.1 noch mehr Wert auf das (soziale) Teilen von Inhalten legt als es eh schon mit der neuen Hauptversion der Fall war und das vielen Anwendern bereits in der Vergangenheit sauer aufstieß.

Was vom Tage übrig blieb…

In einer vom Head of Product Management, Dennis Schellhase, gehaltenen Präsentation wurde noch auf die Vorzüge der Business-Features der 5.1-Version eingegangen. Neben dem bekannten Credo „Mehr Effizienz, mehr Sicherheit, mehr Performance und mehr Funktionalität“ möchte ich kurz auf die aus meiner Sicht interessantesten Features eingehen…

In der File Station hat man mit der 5.1 die Möglichkeit Ordner via FTP oder DAV einzubinden. Für eine bessere Performance können Dienste an Netzwerkschnittstellen gebunden werden und die Definition von Routing-Tabellen erlaubt ein besseres Management von über den Globus verteilt werkelnden Disk Stations hinweg.

Ein neu eingeführter „Sicherheitsberater“ prüft die vorgenommenen Einstellungen auf verstärkte Sicherheit. Man kann in dieser App verschiedene Stufen festlegen, so dass der Berater vom Einsatz im privaten Bereich bis zum Unternehmensumfeld entsprechende Parameter berücksichtigt und Tipps ausgibt, wie man die Sicherheitsschraube noch etwas mehr anziehen kann.

Unterstützung von Windows-ACL

Der Cloud Station spendierte man Windows-ACL-Support und einen selektiven Sync (ebenfalls für den Cloud Station Client wie auch für Cloud Sync). Verschlüsselte Shares und Speicherziele (z. B. TrueCrypt) finden in der 5.1 ebenfalls Berücksichtigung.

Mit Einführung der Cloud Station wunderten sich viele über den dramatischen Verlust von Speicherplatz, selbst wenn nur wenige Dateien synchronisiert wurden. Dies lag an der im Hintergrund arbeitenden Dateiversionierung. Diese lässt sich nun (endlich!) deaktivieren.

Neben Dropbox und Google+ wurden nun auch OneDrive, Box und hubiC integriert.

Neu ist der Proxy Server, der nicht nur das Einrichten von White- und Blacklists gestattet, sondern (natürlich) auch das Cachen von bereits aufgerufenen Websites.

Neue CPU-Architektur für alle Plusmodelle

Eine wichtige Ankündigung erfolgte mit der Vorstellung der neuen DS415+ mit Quad-Core-CPU: So werden alle Plusmodelle in der Zukunft nur noch mit dieser CPU-Architektur ausgestattet werden – ohne Ausnahme!

Fazit

Da „nur“ ein kleiner Versionssprung bevorsteht, war die Fülle der vorgestellten Features erwartungsgemäß klein, aber nicht zwingend uninteressant. Mit der Ankündigung, alle Plusmodelle mit Quad-Core-CPU auszustatten, dürften einige Anwender nicht wirklich glücklich werden und sich eventuell in anderen Lagern umschauen. Auch das überstrapazierte Thema des „sozialen Teilens“ stößt nicht überall auf uneingeschränkte Gegenliebe.

Dank „Streaming-Links“ eröffnet sich eine ganz neue Möglichkeit abseits üblicher Streaming-Services das eigene (illegale) Multimediaportal zu betreiben und Videos und Musik mit der Welt zu teilen, nur begrenzt durch die häusliche Bandbreite und Leistungsfähigkeit der werkelnden DS. Auch wenn mehrfach in der Präsentation darauf hingewiesen wurde, dass dies doch bitte schön nur mit Dateien ohne Kopierschutz zu erfolgen habe, möchte ich bezweifeln, dass sich an diese Aufforderung gehalten wird.

iOS-Jailbreak: Sieben kleine Anreize

Es sind die kleinen, feinen Helferlein, die mir Gründe genug liefern, warum ich mein iPhone per Jailbreak von Apples zu kurz geratener Leine befreie. Wer des öfteren die Pros und Cons eines Jailbreaks abwägt, findet vielleicht in diesem Beitrag den nötigen Anstoß, um endlich mit Evasi0n durchzustarten…

Neben dem „Schwergewicht“ und einem der Killerargumente für einen Jailbreak überhaupt – IntelliScreenX von Intelliborn – kommen auf meinem Apfelgerät nur Kilobyte-Winzlinge zum Einsatz, welche einige iOS-Unzulänglichkeiten (in meinen Augen) ausbügeln und die tägliche Nutzung erleichtern.

Bolt

Wieso ist iOS eigentlich nicht so clever und deaktiviert das Akku-Icon, wenn man zusätzlich die Prozentanzeige aktiviert hat? Braucht’s wirklich beide Informationen nebeneinander? Nein! Und deshalb habe ich Bolt am Start. Das Tool lässt das Icon verschwinden und zeigt nur die Prozentanzeige an – spart Platz und ich bin weniger genervt beim Blick auf mein Display.

Bolt

Icon Renamer

Seien wir mal ehrlich: Im Laufe der Zeit bedienen wir unsere Smartphones blind und wissen, welche Apps sich hinter welchem Icon verbergen. Warum dann noch den Namen darunter quetschen? Egal, ob aus ästhetischen Gründen oder um die absurd depperte Abkürzung des App-Namens zu ändern/löschen: Mit dem Icon Renamer kann man den App-Titel komplett entfernen und das Icon für sich sprechen lassen oder der App einen alternativen Namen verpassen. Kleiner Negativpunkt: Wer Ordnernamen löschen möchte, guckt in die Röhre. Diese Aufgabe kann das Tool nicht bewerkstelligen. Als Alternative sei HideMe erwähnt – jedoch kostenpflichtig und entfernt die Labels von Apps und Ordnern ausnahmslos.

Icon Renamer

SafeHouse

Wer kennt das nicht? Zuhause nimmt man sein iPhone etliche Male in die Hand, um Soziales zu checken, Nachrichten zu schreiben oder ein Spielchen zu zocken. Doch ohne den Entsperrcode einzugeben läuft nix. Eigentlich doof, wer sollte denn schon in den eigenen vier Wänden bestohlen werden? Und es ist unpraktisch, den Code zuhause zu deaktivieren und beim Verlassen des Hauses wieder einzurichten. Aus dieser Misere hilft SafeHouse: In der App wird der Name des Heim-WiFi (oder eines anderen, vertrauenswürdigen WiFi) hinterlegt und sobald man sich in dessen Bereich befindet, wird der Entsperrcode schlafen gelegt und das iPhone lässt sich ohne Eingabe einschalten. Verlässt man das WiFi, wird der Entsperrcode wieder aktiv. Ungemein praktisch! Wer mehr als ein WiFi „vertrauenswürdig“ nennt, darf zur kostenpflichtigen Version upgraden, in der sich bis zu fünf WiFi-Namen hinterlegen lassen.

SafeHouse

Zeppelin

Zeppelin von Alex Zielenski nutze ich, weil mir die permanente Anzeige des Provider-Namens auf den Zeiger geht. Schließlich weiß ich doch, bei wem ich monatlich für die Datennutzung zur Kasse gebeten werde. Entweder blendet man die Anzeige komplett aus oder darf aus einer überschaubaren Anzahl mehr oder minder gelungener Logos eine Alternative wählen.

Zeppelin

FolderCloser

Bei der Masse an Apps, die sich mit der Zeit auf einem Smartphone tummeln, ist das Ablegen in Ordnern eine willkommene Gelegenheit um halbwegs Ordnung zu schaffen. Was mich seit Anbeginn der Ordner-Einführung ärgert, ist die Tatsache, dass der Ordner nach dem App-Start geöffnet bleibt. Somit muss ich ihn nach dem Verlassen der App erst schließen, wenn ich durch meine Homescreens scrollen möchte. Ein unnötiger Klick, der nicht sein muss. FolderCloser macht nichts anderes als den Ordner, aus dem ich eine App starte, automatisch zu schließen und mich von dieser lästigen Pflichtübung zu entbinden. Kommt als „Fire & Forget“-App daher: Es müssen keine Einstellungen vorgenommen werden und entsprechend wird auch nirgends ein App-Icon zu sehen sein.

ShowCase

Eine smarte Erleichterung beim Arbeiten mit der iOS-Tastatur liefert ShowCase. Das Helferlein bricht die starre Anzeige ausschließlicher Majuskel auf dem Keyboard auf und wechselt (je nach Einsatz der Umschalt- beziehungsweise Feststelltaste) das Tastatur-Layout zwischen Groß- und Kleinbuchstaben und reduziert somit die Wahrscheinlichkeit fehlerhafter Eingaben.

SwipeSelection

Statt umständlich in einem Text den Cursor pixelgenau zu platzieren, um Korrekturen vorzunehmen, nutzt man fortan SwipeSelection und verbleibt auf der Tastatur zum Navigieren. Damit ihr ein besseres Verständnis davon bekommt, schaut euch das Video an.

Das waren sie: Meine sieben Gründe für einen Jailbreak, die mir erlauben, mein iPhone so zu nutzen, wie ich es möchte – und nicht wie Apple meint, es mir durch seine starre „Walled Garden“-Politik vorschreiben zu müssen.